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| 19:37 Uhr

Cottbus
Oberbürgermeister fordert sachliche Debatte zu Branitz

Cottbus. Streit wird im November Thema in politischen Gremien. Von Peggy Kompalla

Im Streit zwischen der Stadt und dem neuen Eigentümer der ehemaligen Gärtnerei an der Forster Straße in der Branitzer Siedlung fordert Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) eine Rückkehr zur Sachlichkeit. Das machte das Stadtoberhaupt am Mittwoch vor dem Stadtparlament deutlich.

Der neue Eigentümer hatte vor gut zwei Wochen die Bäume entlang der Straße fällen lassen und damit den Blick auf die ruinösen Gewächshäuser freigelegt und danach mit Plakaten provoziert. Darauf wird der Stadt unterstellt, dass sie den ruinösen Zustand erhalten wolle, während der Eigentümer Wohnraum für junge Familien schaffe möchte. Tatsächlich untersagt die Stadt in dem Bereich, der zum Denkmal des Branitzer Parks gehört, auf Grundlage des Flächennutzungsplans eine Bebauung. Dort ist demnach nur Landwirtschaft erlaubt.

Die emotionale Debatte sei auch nicht an der Stadtspitze spurlos vorbeigegangen, betonte der Oberbürgermeister. „Auch uns ist vollkommen klar, dass die desolate Brache kein ansehnliches Bild abgibt. Aber im Sinne eines demokratischen Gemeinwesens ist bloßes Wunschdenken zur Nutzung des Geländes fehl am Platz.“ Im November würden sich deshalb der Umwelt- und der Wirtschaftsausschuss mit der planungs- und baurechtlichen Situation in dem Areal befassen.