ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:44 Uhr

Stadtpolitik
OB verteidigt städtisches Beschwerdemanagement

Cottbus. Ein SPD-Antrag zum Maerker soll geändert werden.

Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) hat im letzten Hauptausschuss auf einen Antrag der SPD zur Teilnahme an dem Onlinedienst Maerker reagiert. Zum einen verwahrte sich der OB gegen die Aussage, in der Stadt gebe es kein einheitliches Beschwerdemanagement. Das, so teilte Rathaussprecher Jan Gloßmann mit, sei nicht richtig.

Weiteres Problem: So wie der SPD-Antrag derzeit formuliert ist, könnte er selbst bei einem positiven Votum der Stadtverordneten nicht umgesetzt werden. Jan Gloßmann: „Er greift in die Organisationshoheit des Oberbürgermeisters ein.“ Um also überhaupt eine Chance auf Umsetzung zu haben, müsste die SPD-Fraktion ihren Antrag umformulieren. „Und dann ist noch die Frage, wie eine Beteiligung an der Maerker-Plattform haushaltsseitig darstellbar ist“, so der Stadtsprecher. Bereits im November hatte Finanzdezernent Markus Niggemann vorgerechnet, dass der Umgang mit der Beschwerdeplattform Maerker personalintensiv sei, zudem bestünde die Gefahr, Doppelstrukturen innerhalb der Verwaltung zu schaffen.

In Brandenburg nutzen derzeit 108 Kommunen den Onlinedienst Maerker für ihr Beschwerdemanagement. Auf diese Weise wurden seit Bestehen der Plattform in den vergangenen neun Jahren 89 877 Hinweise zu defekten Straßenlaternen, Stolperfallen und Dreckecken gemeldet und bearbeitet.

(hil)