ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:25 Uhr

Cottbus
Kelch verteidigt Idee von waffenfreien Zonen

Cottbus. Die Idee von waffenfreien Zonen stößt in Cottbus nicht nur auf Zuspruch. Kelch kontert. Von Daniel Schauff

() Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) hat am Mittwoch die Pläne für waffenfreie Zonen im Stadtgebiet verteidigt, stellte aber auch klar: „Ordnungsamt und Polizei werden sich das anschauen und eine auf unsere Verhältnisse zugeschnittene Variante erarbeiten.“ Markus Möller (SPD) kritisierte im Stadtparlament die Pläne der Stadt. Waffenfreie Zonen gebe es in Teilen von Hamburg, in Bremen. Die Straßenzüge seien aber nicht annähernd vergleichbar mit Cottbuser Straßenzügen. Verhältnisse wie an der Hamburger Reeperbahn habe und wolle man in Cottbus nicht. Kelch erwiderte: „Wehret den Anfängen.“ Die Stadt wolle jedes rechtliche Mittel nutzen, Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten.

Erst kürzlich hatte es schwere Auseinandersetzungen unterschiedlicher Gruppen von Flüchtlingen im Stadtgebiet gegeben. Einige der Männer waren mit waffenähnlichen Gegenständen in den Kampf gezogen. Daraufhin hatte die Stadtverwaltung die Idee der waffenfreien Zonen präsentiert. Möllers Kritik daran ist nicht die einzige aus dem Stadtparlament. Als „Aktionismus, der nichts bringt“, hat Jürgen Maresch (Unser Cottbus/FDP) den Vorstoß der Stadtverwaltung bezeichnet. Waffenfreie Zonen würden suggerieren, dass es außerhalb dieser Zonen erlaubt sei, Waffen mitzuführen. „Der OB verrät mit dieser Idee im eigentlichen Sinne seine Ratlosigkeit und seine Handlungsunfähigkeit“, so Maresch weiter.