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Kolkwitz
Sterne von Kolkwitz

Im Alten Forsthaus Kolkwitz wurden in dieser Woche zum Abschluss des Veranstaltungsjahres des Naturschutzvereines  Papiersterne gebastelt.
Im Alten Forsthaus Kolkwitz wurden in dieser Woche zum Abschluss des Veranstaltungsjahres des Naturschutzvereines Papiersterne gebastelt. FOTO: Marion Hirche
Kolkwitz. Naturschutzverein Kolkwitz organisiert traditionell die Sternenwerkstatt im Alten Forsthaus.

Das Veranstaltungsjahr des Naturschutzvereins im Alten Forsthaus in Kolkwitz ist fast zu Ende. Einige Schulklassen basteln hier noch weihnachtliche Gestecke und backen Plätzchen. Zum Abschluss wurden traditionell Sterne gebastelt. Aus fünf oder sechs kleinen Papierquadraten sind bunte Sterne  für die Hallelujahstaude entstanden. „Ihr müsst richtig doll falten, die Buch- und die Tuchform und dann die Spitzen nach oben“, erklärte Karla Fröhlich den zehn Teilnehmern. Danach machte sie die Runde um den Tisch und half jedem, der nicht weiter kam.

Unter den Teilnehmern waren auch drei Frauen aus Afghanistan. „Ich will deutsche Traditionen kennenlernen, und außerdem ist so etwas auch gutes Sprachtraining“, sagte Zakieh Hassni. Sie wohnt genauso wie die anderen beiden Flüchtlingsfrauen mit ihren Familien am Klinikum in Kolkwitz. Egbal Özbek erwies sich in der Runde als die Geschickteste, ihr Stern war als erster fertig. Damit konnte sie gleich mit dem nächsten kleinen Papierkunstwerk beginnen, mit dem Wintersonnenstern. Aus 16 Quadraten entstehen durch Falten Spitzen, die dann zum Kreis zusammen gefügt werden und am Ende eine Stern ergeben. „Ich habe so mal meinen Kindern Geld zu Weihnachten geschenkt“, verriet Angela Lohs aus Zahsow.

Der einzige Mann in der Runde, Jürgen Loecke, probierte sich an einem anderen Papierstern aus: am Diamantstern. Der sieht wie ein Diamant aus, das Loecke-Kunstwerk bekam die Anerkennung der Frauen. Er benutzte dazu eines der vielen Anleitungsbücher.

Jaqueline Petri, die im Forsthaus arbeitet und unter anderem die Schulklassen betreut, freute sich: „Ich habe hier wieder etwas Neues gelernt, was man auch mit Kindern machen kann“. Bis weit in den Abend hinein werkelten alle in gemütlicher Runde.

„Es war ein schöner Abend. Wir hatten auch ein gutes Gartenjahr und haben mehrere alte Kulturpflanzen angebaut. Außer den Kohlrüben ist auch alles prächtig gewachsen. So konnten wir die Pflanzen und die Gerichte daraus bei unserem Tag der offenen Gartentür auch vorstellen“, zog Karla Fröhlich vom Naturschutzverein ein kurzes Resümee.

(jul)