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| 17:13 Uhr

Nowy Casnik
170 Jahre Zeitungsgeschichte

Die Sonderausstellung über das Leben von Mina Witkojc, die in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden wäre, wurde im April dieses Jahres eröffnet und wird noch bis Herbst gezeigt. Im September steht sie im Mittelpunkt der Nowy Casnik-Feier.
Die Sonderausstellung über das Leben von Mina Witkojc, die in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden wäre, wurde im April dieses Jahres eröffnet und wird noch bis Herbst gezeigt. Im September steht sie im Mittelpunkt der Nowy Casnik-Feier. FOTO: Marion Hirche
Burg. Kein Blatt der Region ist so alt wie der Nowy Casnik. Am 1. September feiert die Redaktion in der Heimatstube in Burg Geburtstag. Von Marion Hirche

Keine Zeitung der Region ist so alt wie der Nowy Casnik. Das Blatt ist vor 170 Jahren zum ersten Mal erschienen. Heute kommt es wöchentlich auf den Markt, ist eine Veröffentlichung hauptsächlich in sorbisch-wendischer Sprache.  Berichtet wird über alle Themen, die Menschen sorbisch-wendischer Nationalität bewegen, vom Brauchtum bis hin zu politischen Fragen.

1848 wurde die Vorgängerzeitung als Bramborski serski Casnik gegründet. Am 5. Juli gab es die erste Ausgabe. Initiator war der damalige Cottbuser Landrat von Schönfeldt. Der erste Redakteur war der Madlower Pfarrer Mato Nowka. Seitdem erscheint  das Gedruckte regelmäßig mit Unterbrechungen im Ersten Weltkrieg und von 1933 bis nach dem Zweiten Weltkrieg 1949.

Heute stehen  in der Zeitung Artikel in sorbsich-wendischer und auch in deutscher Sprache: Der Domowina-Verlag in Bautzen zeichnet für die Zeitung verantwortlich. Der Redaktionssitz ist in Cottbus im Haus der LAUSITZER RUNDSCHAU. Finanziert wird der Nowy Casnik durch die Stiftung für das sorbische Volk.

Bei dem Fest am 1. Septembertag werden alle Redakteure des Nowy Casnik ab 14 Uhr vertreten sein. Es wird viel Interessantes und Amüsantes aus den letzten Jahrzehnten berichtet, kündigt die Redaktion an. Dazu erklingt niedersorbische Musik.

In der Heimatstube selbst ist  eine Sonderausstellung über eine der bekanntesten Redakteurinnen des Casnik zu sehen: über Mina Witkojc. Die Schriftstellerin war nicht nur Redakteurin, sondern sie hat die Zeitung auch bei Wind und Wetter ausgetragen. Dass sie auch gedichtet und komponiert hat, erfahren die Besucher in der Sonderschau.

Der Domowina-Verlag wird mit einem Bücherstand beim Fest vertreten sein. „Es wird  ein ganz besonderer Nachmittag und es lohnt sich auf alle Fälle zur Heimatstube zu kommen. Der Eintritt ist frei“, verspricht Casnik-Redakteurin Stefanie Krautz.

Die Burger Heimatstubenchefin Bärbel Schubert lädt alle zu diesem Höhepunkt ein.











Mina Witkojc
Mina Witkojc FOTO: erich schutt