Es bedurfte einer guten Abstimmung des LCC-Organisators, um die Entscheidungen in den Nachwuchs- und Erwachsenenklassen in einer Nonstop-Revue von acht Stunden unter Dach und Fach zu bringen. Da platzte die nun 35 Jahre bestehende Laufhalle förmlich aus den Nähten. Cheforganisator Günter Sägebrecht – der selbst vor dreieinhaln Jahrzehnten Laufschuhe und das LCC-Trikot beim Wettkampf in dieser Halle trug – leistete mit seinem Helferstab ganze Arbeit. "Wir wollen dieses Meeting nicht mehr missen", sagte der Cottbuser Stabhochsprungfachmann Hans-Jürgen Lehmann. "Es ist der Auftakt für das neue Wettkampfjahr und in diesem Falle auch wieder eine Art Generalprobe für die am kommenden Wochenende in Potsdam stattfindenden Hallenmeisterschaften." Waldemar Jasinski als Sportdirektor der Cottbuser Partnerstadt Zielona Gora, bestätigte: "Wir kommen immer wieder gern nach Cottbus. Es haben sich zwischen den Sportlern enge Freundschaften entwickelt." Die Euroregion Spree-Neiße-Bober förderte das Meeting mit EU-Mitteln. Ansonsten müssen die Leichtathleten des LCC jeden Cent zweimal umdrehen. Zwei Trainer mussten bereits in die Arbeitslosigkeit geschickt werden.

Die Laufhalle wird mit Sicherheit noch viele Jahre den Leichtathleten eine Heimstatt sein. Neubaupläne schmoren noch in der Schublade, denn keiner kann bislang die fünf bis sechs Millionen Euro Baukosten aufbringen.

Der Test im Zeichen des Zusammenwachsens der Euroregion brachte auch eine Reihe bemerkenswerter Resultate. Bei der männlichen Jugend erreichten fünf Gastgeberstarter die Normen für eine Teilnahme an den deutschen Hallenmeisterschaften Mitte Februar in Sindelfingen. Es sind Marco Hintz (800 m / 1:58,6 min), Marco Gehring (Hoch / 1,96 m), Marcel Dünnbier (Weit / 6,66 m), Christian Poser (60 m / 6,72 s) und David Golling (Kugel / 16,01 m). Katja Wieczorek (60 m / 76,75 s) reist ebenfalls nach Sindelfingen.

Dass sich in der polnischen Equipe auch eine polnische Starterin von Athen befand, fanden nur Insider heraus: Ljanna Zagacka vertrat Polen bei den Olympischen Spielen im Dreisprung. Die polnische Meisterin in dieser Disziplin fegte die 60 Meter auf dem Sprintanbelag in 7,94 Sekunden herunter. So war das Fest nicht nur eins der Masse, sondern auch ein wenig der Klasse.