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| 01:07 Uhr

Nichtrauchen ist „viel cooler“

Cottbus.. 470 Schüler siebenter Klassen aus acht Cottbuser Schulen haben sich im vergangenen Jahr am Projekt „Unsere Stadt gemeinsam gegen Drogen“ beteiligt. Das erklärte Torsten Wendt von der Beratungsstelle der Polizei auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

In 23 Seminaren hätten sich insgesamt 360 Eltern darüber informiert, wie sie damit umgehen sollen, dass ihre Kinder möglicherweise mit Drogen in Kontakt kommen. Auch 150 Lehrer seien zum Thema Sucht geschult worden.
Als wichtiger Baustein einer erfolgreichen Drogenprävention sieht der Sachbearbeiter die Schulung von Gleichaltrigen. 2003 und 2004 seien jeweils 21 Cottbuser Schüler in mehrtägigen Kursen darauf vorbereitet worden. Die Teilnehmer seien nun fit, die Fragen ihrer Mitschüler zu beantworten und ihr Wissen weiterzugeben. Dazu nutzten sie unter anderem Wandzeitungen oder Videos. Studenten der Fachhochschule Lausitz bereiteten bereits jetzt die Schulung für 2005 vor.
In diesem Jahr sei neben der Sachsendorfer und der Paul-Werner-Gesamtschule sowie dem Ludwig-Leichhardt-Gymnasium die Fontane-Gesamtschule beteiligt.
Auch sechs Schüler der Paul-Werner-Gesamtschule haben 2004 die Gleichaltrigenschulung absolviert. In diesem Schuljahr hätten sie vor ihren Mitschülern der nunmehr achten Klassen über ihre Erfahrungen berichtet. Es habe ein „sehr lebhafter Austausch über den Gebrauch von legalen Drogen“ stattgefunden, berichtete Schulsozialarbeiter Hagen Blumensath. Die Mehrzahl der Achtklässler habe bereits Erfahrungen mit Alkohol und Nikotin gemacht. Viele zeigten bei Nikotin bereits wirkliches Suchtverhalten.
Dabei seien keineswegs die Nichtraucher schief angesehen. Vielmehr sei von den Rauchern immer öfter der Satz zu hören: „Ich find' Nichtrauchen viel cooler.“ Und auf die Frage, was sie anderen Jugendlichen raten würden, so Hagen Blumensath, hätten junge Raucher häufig gesagt: „Fangt gar nicht erst an, Leute.“ (ue)