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| 02:33 Uhr

Neun Obdachlose nutzen Cottbuser Notunterkunft

Cottbus. Neun Menschen nutzen monatlich im Schnitt das Obdachlosenhaus am Ostrower Damm in Cottbus. Darüber informiert die Stadt. Peggy Kompalla

Demnach verfügt die Notschlafstelle über zehn Plätze und wird in den Wintermonaten bei Bedarf schon ab 14 statt 17 Uhr geöffnet. Das Haus der Wohnhilfe beherbergte im vergangenen Jahr im Durchschnitt 39 Menschen im Monat.

Das Obdachlosenhaus des Deutschen Roten Kreuzes steht den Menschen bis 8 Uhr morgens offen. Außerhalb der Öffnungszeiten können die Betroffenen das Angebot des Straßenkaffees in der Külzstraße nutzen. Dort werden sie zwischen 7.30 und 17 Uhr durch das Diakonische Werk Niederlausitz betreut. Es stehen ihnen neben der Wärmstube, kalte und warme Mahlzeiten, Kleiderkammer, Dusch- und Waschmöglichkeiten sowie Beratungen zur Verfügung.

Stadtsprecher Jan Gloßmann sagt angesichts der Temperaturen: "Auch Cottbuser können helfen, Kältetote in der Stadt zu vermeiden. Dazu bittet die Stadtverwaltung, den Fachbereich Soziales zu informieren oder die Polizei zu rufen, sofern offensichtlich obdach- und hilflose Personen auffallen."

In Cottbus kümmert sich seit 20 Jahren die Fachstelle zur Vermeidung/Behebung von Obdachlosigkeit um die Belange der Betroffenen. Die Stelle wurde im Jahr 1997 in der Stadtverwaltung gebildet und an den Fachbereich Soziales angegliedert. Sie kümmert sich um Wohnungsnotfälle und präventive Hilfen zur Wohnraumsicherung und -beschaffung. Die Fachstelle betreute seit der Gründung im Jahresdurchschnitt etwa 1000 Haushalte. Diese Zahl konnte 2016 auf 860 gesenkt werden.

"Wir sind immer bemüht, dass es weniger Betroffene werden", betont Jan Gloßmann. Das Cottbuser Modell gebe es nicht in allen Kommunen. Deshalb wird es am 3. Februar bei der Präventionstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe in Cottbus vorgestellt.