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| 18:11 Uhr

Drieschnitz-Kahsel
Drieschnitzer wandern durch den Winterwald

Die Wanderung zum Jahresauftakt in Drieschnitz fand nun schon zum 3. Mal statt. Wieder lauschten mehr als 100 Teilnehmer den Ausführungen der Revierförster auf dem Weg am und im Wald.
Die Wanderung zum Jahresauftakt in Drieschnitz fand nun schon zum 3. Mal statt. Wieder lauschten mehr als 100 Teilnehmer den Ausführungen der Revierförster auf dem Weg am und im Wald. FOTO: Marion Hirche
Drieschnitz. Neujahrstour soll zur echten Tradition werden. Von Marion Hirche

Zum 3. Mal fand am Sonnabend  eine Wanderung zum Jahresauftakt in der Gemeinde Drieschnitz-Kahsel statt. Treffpunkt war wie in den Vorjahren der Golfplatz. Hier konnten sich die mehr als 100 Teilnehmer davon überzeugen, dass der Bau des neuen Klubgebäudes sehr gut voran gegangen ist. Golfclubpräsident Dr. Joachim Käßner informierte darüber, dass nächstes Jahr auch der Innenausbau fertig sein wird und bedankte sich bei den vielen freiwilligen Helfern. Außerdem machte er die Anwesenden neugierig auf den neuen schottischen Golflehrer, der ab April hier tätig sein wird. Dann lud er zum Wandern ein: „Das ist aus medizinischer Sicht sehr wertvoll.“

Der Bürgermeister der Gemeinde Neuhausen/Spree Dieter Perko begrüßte Gäste aus Bagenz und informierte darüber, dass 2018 ein gemeinschaftlicher Jagdbezirk zwischen Bagenz und Drieschnitz-Kahsel entsteht. Danach stellte der Ideengeber für diese Wanderung die Revierförster Birgit Schulze und Peter Noack als Wanderführer vor. „Drieschnitz heißt so viel wie am Wald, kommt aus dem Slawischen“, erklärte der Bürgermeister. Die Bläser der Jagdhornbläsergruppe „Waldeslust“ gaben das Signal zum Aufbruch zur „Jagd“.

In zwei Gruppen ging es in Richtung Wald am Golfübungsplatz. An einem Aufforstungsgebiet erklärt Revierförsterin Birgit Schulze: „Das ist 1992 entstanden. Es wurden die Eichen gepflanzt und das musste 1993 wiederholt werden. Das Gelände wurde eingezäunt, damit das Wild nicht rankommt, sonst wären die jungen Triebe alle weggefressen worden.“ Auch Revierförster Peter Noack zeigte die Erle, die mitten in dem entstandenen Eichenwald steht. Dabei kam er auf die Probleme mit Erlen und Eschen im Spreewald zu sprechen:Pilze bedrohen  die Erlen, da es aber Biosphärenreservat ist, sind Gegenmaßnahmen nur schwer  machbar.

Auf dem Weg entdeckten die Teilnehmer noch viele interessante Naturerscheinungen, dazu gehörten auch die Rehe, die übers Feld preschten, die zwitschernden Vögel und manch seltener Baum. Für die letzten Meter der Wanderung bekamen alle, die es wollten Fackeln von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren von Drieschnitz und Kahsel. Wieder zurück am  Golfplatz ließen sich alle noch die Getränke schmecken und zusammen mit den Grünröcken lösten die großen und kleinen Teilnehmer noch ein Quiz. Nicole Sopart aus Drieschnitz-Vorwerk freute sich, dass sie mit ihren Zwillingen Lilly und Holly mitgewandert ist: „Das Wetter war gut und es hat Spaß gemacht.“ Wolfram Peters und Renate Kranzuck fanden es interessant, „ihren“ Golfplatz, sie sind Mitglieder des Lausitzer Golfclubs, mal aus anderer Sicht zu erleben. Doris Hübner war mit ihrer Enkelin Pia und ihrem Lebenspartner unterwegs: „Wir sind oft in der Natur, lernen gern was.“ Petra Nickel und Kerstin Hanschke aus Drieschnitz freuten sich über den gelungenen Nachmittag und betonten: „Die Wanderung ist doch nun schon Tradition und schließlich ist uns der Wald wichtig.“