(jul) Die Großgemeinde  Kolkwitz ist mit dem neuen Slogan „Gemeinsam stark für die Region“ und einer guter Bilanz ins Jahr 2019 gestartet. Mehr als 100 Unternehmer,  Vertreter von öffentlichen Einrichtungen und Vereinen waren am Donnerstagabend ins Kolkwitz-Center zum traditionellen Neujahrsempfang zusammengekommen.

Vor dem Hintergrund eines ausgeglichenen Haushalts konnte Bürgermeister Karsten Schreiber (SPD) auf eine Reihe von Erfolgen verweisen. In der Großgemeinde gibt es 1100 Gewerbetreibende. Diese Klein- und mittelständischen Unternehmen bilden die Basis für eine finanziell solide aufgestellte Kommune. „Jeder zehnte Kolkwitzer trägt Unternehmergeist in sich“, betonte Schreiber. Das sei „ein Markenkern, um den uns viele Nachbargemeinden zu Recht beneiden. Dass das Leben hier so lebenswert ist, haben wir vor allem diesem Engagement zu verdanken“. Er lud alle Anwesenden und Bürger ein, zu „Anpackern“ für die Kommune zu werden und dies zu bleiben – ob im Verein, beim Kampf für den Bahnerhalt, in der Nachbarschaftshilfe, in der Feuerwehr.

Tobias Hentschel vom Bauamt erinnerte an Projekte, die Kolkwitz im zurückliegenden Jahr vollenden konnte: Eingeweiht wurden die Ortsdurchfahrt, das Dorfgemeinschaftshaus, die Buswendeschleife und zwei Buswartehäuschen in Gulben. In Klein Gaglow wurde der Friedhof saniert, in Milkersdorf bekam das Feuerwehrgebäude ein neues Dach. Die Kolkwitzer Feuerwehr freute sich über ein neues Löschfahrzeug. Die Kapazität der Kita am Kolkwitzer Klinikum konnte durch Sanierungsmaßnahmen um 32 Plätze erhöht werden.

Auch die Vorhaben für 2019 können sich sehen lassen: Der Um- und Erweiterungsbau des Ärztehauses in Kolkwitz soll ebenso abgeschlossen werden wie die Baumaßnahmen am Hort Krieschow. In Hänchen wird in diesem Jahr der Grundstein für ein neues Dorfgemeinschaftshaus gelegt, in Limberg ist für die Feuerwehr ein Anbau am Dorfgemeinschaftshaus geplant. Zudem wird im Limberger Lindenpark gebaut, die Gemeinde hat das Gelände für diesen Wohnstandort erworben. In Kolkwitz wird am Nordbahnhof der Bau einer neuen Kita starten.

Tobias Hentschel wurde beim Neujahrsempfang öffentlich aus Kolkwitz verabschiedet. Der Bauamtsleiter ist seit 1993 Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Voraussichtlich im Mai wird er seine neue Position als Amtsdirektor in Burg antreten. Bürgermeister Karsten Schreiber bedankte sich bei ihm für die sehr gute Arbeit, die er seit vielen Jahren für Kolkwitz geleistet hat.

Dankeschön-Blumen gab es auch für Renate Spiegel. Nach mehr als 40 Dienstjahren in Kolkwitz, in denen sie die Finanzen der Gemeinde gemanagt hat, geht zum Ende des Jahres in den Ruhestand. „Ich bedanke mich für die stets gute Zusammenarbeit“, sagte die scheidende Kämmerin.

In besonders scharfen Worten kritisierte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Hans-Georg Zubiks, mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen die aus seiner Sicht verfehlte Politik der Landesregierung. Er dankte aber auch den anwesenden Unternehmern, die 2018 mehr als 70 000 Euro an Kolkwitzer Vereine gespendet haben.

Bürgermeister Karsten Schreiber wies darauf hin, dass sich die Großgemeinde künftig mehr um die touristische Vermarktung kümmern möchte. Der Eintritt in den Tourismusverband Spreewald sei ein richtiger Schritt gewesen.

Außerdem unterstrich er, dass er sich auch perspektivisch für die weiterführende Schule in der Großgemeinde einsetzen wird. Zu diesem Thema hatte Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) frohe Kunde: „Es kommt Bewegung in dieses Thema, erstmals hat das Ministerium unsere Zahlen anerkannt. Das stimmt uns optimistisch, sodass wir hoffen, dass wir 2022/23 die neue Schule an den Start bringen können.“ Positive Nachrichten überbrachte der Landrat auch zum weggebrochenen Betreiber für das Netzwerk „Gesunde Kinder“ und den Familientreff am Klinikum in Kolkwitz: Hier wurden Nachfolger gewonnen.

Katrin Erb von der BTU informierte über Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Das Akkordeonquintett des Cottbuser Konservatoriums untermalte die Veranstaltung musikalisch. Bei leckeren Häppchen, erfrischenden Getränken und guten Gesprächen klang der Abend aus. „Es war für mich ein sehr guter Neujahrsempfang, informativ und  konzentriert“, lobte Gemeindevertreter Mario Müller aus Limberg. Unternehmer Lutz Brücher aus Kolkwitz fand die klaren Worte von Hans-Georg Zubiks bemerkenswert.