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Laubsdorf
Neuhausen setzt auf alternative Energiequellen

Vertreter aus Wirtschaft, Politik und von Vereinen trafen sich am Dienstag in Laubsdorf zum Jahrestreffen der Gemeinde Neuhausen.
Vertreter aus Wirtschaft, Politik und von Vereinen trafen sich am Dienstag in Laubsdorf zum Jahrestreffen der Gemeinde Neuhausen. FOTO: Marion Hirche
Laubsdorf. Bürgermeisters Dieter Perko zieht beim Neujahrsempfang in Laubsdorf gute Bilanz für 2017.

Das Laubsdorfer Schloss war am Dienstagabend festlich beleuchtet. Der Neuhausener Bürgermeister Dieter Perko hatte zum Jahresempfang geladen. Unternehmer, Kommunalpolitiker und  Vertreter von Einrichtungen und Vereinen  folgten der Einladung.

Dieter Perko nutzte die Gelegenheit, um Bilanz für das Jahr 2017 zu ziehen und einen Ausblick auf dieses Jahr zu geben: Demnach haben sich die Tourismuszahlen stabil entwickelt, das Wasser im Stausee war so gut wie nie. Es wurde ein neues Fahrzeug für die freiwillige Feuerwehr angeschafft, der Fuhrpark des Bauhofes wurde modernisiert.

Mit Stolz konnte der Bürgermeister davon berichten, dass die Gemeinde alle klimapolitischen Ziele  übertroffen habe.  Die Großgemeinde zählt vier Photovoltaik-Anlagen. Alle Gebäude der Gemeinde seien mit Photovoltaik-Dächern versehen. Die Wehranlagen in Neuhausen und am Staudamm werden zur Gewinnung von Energie aus Wasserkraft genutzt. Geplant sind für dieses Jahr die Anschaffung eines Elektroautos für die Gemeinde sowie die Errichtung einer Elektrotankstelle.

Der Bürgermeister lobte die interkommunale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Bußgeldstelle in Neuhausen, dem gemeinsamen Standesamt in Burg sowie mit dem gemeinsamen Rechnungsprüfungsamt in Peitz und dem EDV- Mitarbeiter in Kolkwitz.

Als erfreulich bezeichnete er die gestiegenen Schülerzahlen an der Schule in Laubsdorf von 182 auf 210 Mädchen und Jungen. Ein Teilstück der Ortsdurchfahrt Roggosen mit einer energieeffizienten Straßenbeleuchtung konnte eingeweiht werden, zählte er weiter auf. Zu der positiven Bilanz gehören auch der mit der afrikanischen Gemeinde Bayanga unterzeichnete Kooperationsvertrag,  die  wieder gewachsenen Wasserfestspiele am Stausee, die vielen Weihnachtsveranstaltunge, wie die Parkweihnacht in Neuhausen und die Teehäuschenweihnacht in Frauendorf.

Perko kündigte an, dass in diesem Jahr am Bürgerhaus Frauendorf, an den Brücken in Frauendorf und Bräsinchen und am Sportlerheim in Komptendorf gebaut werden soll. Auch Jubiläen stehen im Kalender: Drieschnitz-Kahsel wird 555 Jahre urkundliche Ersterwähnung feiern, vier Feuerwehren haben Jubiläum, und das Don-Bosco-Haus, einzige Bildungsstätte im Bistum, feiert 50-jähriges Bestehen.

Dieter Perko dankte allen engagierten Bürgern und vor allem den in 50 Vereinen ehrenamtlich Tätigen. Hier schloss sich Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger an. Der Gast aus Forst lobte besonders das energetische Engagement der Gemeinde mit dem Wunsch: „Möge die Sonne immer über Neuhausen scheinen“. Altekrüger erläuterte zudem die Vorgehensweise des Kreises bei der Sanierung der Radwege und beim Ausbau des Breitbandnetzes in diesem Jahr.

Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit zu Gesprächen. Die Jagdhornbläser „Waldeslust“ begleiteten die Veranstaltung musikalisch.

„Wir betreuen eine Reihe von  Solarprojekten im Gemeindegebiet und freuen uns, dass wir heute so viel Positives über Neuhausen hören konnten“, waren sich Christine Büchner und Julia Töpfer von der  Procon Solar GmbH einig. Spreegas-Geschäftsführer Bodo Pawlowski  fachsimpelte mit  Geschäftsführer Jörg Gläser über die Photovoltaik-Anlage, die auf dem Dach der Agrarproduktion GmbH Kahsel errichtet wird.  Der Kahseler Dachdeckermeister Werner Klauk meinte: „Es war sehr interessant, und so eine Möglichkeit des Gedankenaustausches ist doch super“. Hubertus Dollan, Geschäftsführer der Weikom Bau GmbH: „Die Informationen über die Gemeinde sind mir sehr wichtig, so auch heute wieder“.

(jul)