Die Dokumente stellen sicher, dass die markante Silhouette des roten Ziegelbaus bei der Sanierung erhalten bleibt. Es soll auch künftig als Zeugnis historischer Wirtschaftsformen und der Gemeindeentwicklung von Neuhausen dienen. Das seit 30 Jahren ungenutzte denkmalgeschützte Lagergebäude wird zum Wohn- und Geschäftshaus umgebaut. Für das Projekt von Investor Walter Stöber wurde bereits der Bebauungsplan beschlossen und ein städtebaulicher Vertrag zur Erschließung des Areals mit Investor Walter Stöber unterzeichnet.
Das Projekt sieht vor, in zwei Etagen Wohnungen und in den anderen Büros und Gewerberäume zu schaffen. Mehrere Nebengebäude werden abgerissen. An deren Stelle will der Investor ein Mehrgenerationenhaus zur Eigennutzung errichten, in das drei Familien einziehen sollen. Mit dem Beginn der Bauarbeiten auf dem Areal muss auch die Sanierung der Mühle starten.
Der Leerstand hat unübersehbare Schäden an der Bausubstanz bewirkt. Der Verfall beschleunigte sich in den vergangenen Jahren, unter anderem, weil viele Fensterscheiben zerstört wurden. Für die aufwändige Sanierung und die gesamten Arbeiten stehen fünf Jahre Zeit zur Verfügung.
Schuttberge und Wildwuchs weichen gepflegten Anlagen. Die Belastung der Natur soll damit sinken. Dazu trägt auch die Verringerung der Bodenversiegelung bei. Eventuelle Schadstoffbelastungen werden beseitigt und der untypische Pap- pel- und Robinienbewuchs zurückgedrängt.
Die Lage im Außenbereich des Ortes und am Rand des Landschaftsschutz- und Fauna-Flora-Habitatgebietes sowie der Status als Bodendenkmal führten zu langen Genehmigungsverfahren. Zahlreiche Vorgespräche wurden in den vergangenen Jahren mit der Kreisverwaltung, anderen Behörden und der Gemeindevertretung geführt, Hinweise eingeholt und Neuhausener Vorschläge eingearbeitet. Der Investor wurde dabei überzeugt, das Areal seines Mehrgenerationenhauses gegenüber ersten Plänen zu verkleinern.