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| 14:44 Uhr

Pünktlich zum Schuljahresbeginn in Spree-Neiße
Landkreis und SOS-Kinderdorf Lausitz schicken Schulsozialarbeiter ins Rennen

 Christin Minke kehrt als Schulsozialarbeiterin an das Pückler-Gymnasium in Cottbus zurück. Hier hat sie vor wenigen Jahren ihr Abitur gemacht. Foto: SOS-Kinderdorf Lausitz
Christin Minke kehrt als Schulsozialarbeiterin an das Pückler-Gymnasium in Cottbus zurück. Hier hat sie vor wenigen Jahren ihr Abitur gemacht. Foto: SOS-Kinderdorf Lausitz FOTO: SOS-Kinderdorf Lausitz
Cottbus/Spree-Neiße. Lückenschluss an den Gymnasien des Landkreises Spree-Neiße: Auch in Cottbus und Forst sind mit Beginn des neuen Schuljahres jetzt Schulsozialarbeiter tätig. Von Beate Möschl

Pünktlich zum Start ins neue Schuljahr kann auch am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Forst und am Fürst-Pückler-Gymnasium in Cottbus die Schulsozialarbeit beginnen. Die beiden weiterführenden Schulen mussten anders als die anderen beiden Gymnasien des Landkreises Spree-Neiße in Guben und Spremberg bisher auf das zusätzliche Angebot für ihre Schüler verzichten, hatten sich aber nachdrücklich für Schulsozialarbeit stark gemacht.

Lange gestecktes Ziel erreicht

Der Landkreis konnte das SOS-Kinderdorf Lausitz als Träger der Schulsozialarbeit an den beiden Schulen verpflichten. „Damit ist ein wichtiger Lückenschluss gelungen und an allen Gymnasien des Landkreises die Schulsozialarbeit gewährleistet. Dazu hatte sich der Landkreis schon vor einiger Zeit verpflichtet. Jetzt haben wir das Ziel zu 100 Prozent erreicht“, bestätigt Michael Koch, erster Beigeordneter des Landrates und Dezernent für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Sport des Landkreises Spree-Neiße, auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

 Jens Nowotnick freut sich auf seine neue Aufgabe als Schulsozialarbeiter am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Forst.
Jens Nowotnick freut sich auf seine neue Aufgabe als Schulsozialarbeiter am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Forst. FOTO: SOS-Kinderdorf Lausitz

Unterstützung für Schüler und Lehrer

Die neuen Schulsozialarbeiter sind Jens Nowotnick und Christin Minke. Beide sind in der Region Cottbus-Spree-Neiße keine Unbekannten. Nowotnick ist seit Jahren im Mehrgenerationenhaus des SOS-Kinderdorfes Lausitz in Forst aktiv, dessen Angebote auch Schüler des Gymnasiums nutzen. „Wir freuen uns auf Herrn Nowotnick. Er hat mit uns schon einige Projekte realisiert und klopft gemeinsam mit dem Lehrerkollegium bereits Projekte und sinnvolle Angebote mit dem Schwerpunkt Ganztagesgestaltung ab. Das wird sich entwickeln“, sagt Thomas Röger, Schulleiter des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums in Forst und fügt an: „Es ist super und ganz wichtig für unsere Schüler und Lehrer, dass wir diese zusätzliche Unterstützung haben. So können sich die Lehrer wieder mehr auf ihre eigentliche Aufgabe, den Unterricht zu gestalten und durchzuführen konzentrieren.“

Wechsel von Neuhausen nach Cottbus

Am Fürst-Pückler-Gymnasium in Cottbus wird Sozialarbeiterin Christin Minke die Ansprechpartnerin sein. Dafür wechselt sie ihren Einsatzort. Die BTU-Absolventin ist seit 2017 in der Gemeinde Neuhausen/Spree als engagierte Jugendkoordinatorin und Schulsozialarbeiterin der Grundschule Laubsdorf bekannt. Dort wird für sie eine neue Sozialarbeiterin die Lücke schließen. Das SOS-Kinderdorf Lausitz konnte Stephanie Ketter für diese Aufgabe gewinnen und als neue Mitarbeiterin des gemeinnützigen Vereins und Trägers der Schulsozialarbeit an der Grundschule Laubsdorf einstellen. Die Sozialpädagogin ist ebenfalls BTU-Absolventin und bereits seit 2014 in der stationären Jugendhilfe tätig und erfahren.

Gesamtgesellschaftlich nehmen Probleme zu

„Mit Frau Minke haben wir eine sehr junge Schulsozialarbeiterin, die einen guten Zugang zu den Schülern finden wird“, ist Detlef Petatz Schulleiter des Pückler-Gymnasiums, überzeugt. „Ich begrüße es sehr, dass wir eine Schulsozialarbeiterstelle bekommen haben, sogar eine Ganztagsstelle, denn gesamtgesellschaftlich werden die Probleme immer schwieriger im Umgang miteinander, im Zusammenleben und in den Familien, und quantitativ auch mehr“, sagt er. Petatz möchte mit der Schulsozialarbeit vor allem auf Prävention setzen. „Es geht darum, vorbereitet zu sein, Probleme rechtzeitig zu erkennen und zu lösen.“

Das SOS-Kinderdorf ist seit mehr als 20 Jahren in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Cottbus und im Landkreis Spree-Neiße aktiv - mit mittlerweile mehr als 80 Mitarbeitern und unterstützt von vielen engagierten Ehrenamtlern.