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Neues Leben am Peitzer Hüttenwerk

Olaf Schöpe, der mit dem Cottbuser Waldhotel und der Burger Kolonieschänke, Erfahrungen gesammelt hat, freut sich über sein Projekt in Peitz. Insgesamt rund 1,5 Millionen Euro will er hier investieren.
Olaf Schöpe, der mit dem Cottbuser Waldhotel und der Burger Kolonieschänke, Erfahrungen gesammelt hat, freut sich über sein Projekt in Peitz. Insgesamt rund 1,5 Millionen Euro will er hier investieren. FOTO: hil
Peitz. Eigentlich wollte er etwas kürzertreten, sich geschäftlich auf seine Unternehmungen in Burg konzentrieren. Dann aber hat ihn das Projekt derart gereizt, dass er seine Lebenspläne umgeworfen hat: Der Cottbuser Hotelier und Unternehmer Olaf Schöpe (56) will auf einem brachliegenden Areal am Peitzer Hüttenwerk neues Leben einziehen lassen. Andrea Hilscher

"Ich habe schon lange enge Kontakte zu den Peitzer Fischzüchtern", erzählt Schöpe. Als er bei einem Termin am Hüttenwerk zwei wunderschöne alte Beamtenhäuser entdeckte, verliebte er sich auf Anhieb in die rund 200 Jahre alten Gebäude. "Völlig unverständlich, warum die ungenutzt waren", sagt er.

Inzwischen sind die Häuser aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht: Im vorderen Gebäude wird mit Hochdruck gearbeitet. Noch werden Holzfußböden gelegt, Holzfenster eingepasst und großzügige Bäder gefliest Bereits im Mai sollen hier die Mieter einziehen. Das zweite Beamtenhaus wird bis Jahresende bezugsfertig. Insgesamt zehn Wohnungen mit individuellen Grundrissen, Blick auf die Teiche und das historische Hüttenensemble inklusive. Schöpe überlegt inzwischen selbst, ob er nach Peitz zieht, seinen Sohn hier einschult. "Die Atmosphäre hier fasziniert mich - und natürlich sind auch die Entwicklungsmöglichkeiten des Standortes." Ein kleines Wohnhaus auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal will er noch zu Wohnzwecken sanieren, Kernstück der Anlage wird eine Radlerscheune mit 20 Betten. "Sie liegt direkt an mehreren überregionalen Radwegen, erfüllt also alle Bedürfnisse der Fahrradtouristen", so Schöpe. Eigene Radgaragen, ein Frühstücksraum, Grillplätze und bei Bedarf ein Restaurantbesuch im Restaurant gegenüber - "ideal für Gäste, die hier ein oder zwei Nächte Zwischenstopp einlegen wollen." Eine alte Schmiede auf dem Gelände soll ein kleines, feines Wellnessangebot aufnehmen, andere Nebengelasse werden zu Büros umfunktioniert: Schöpe will seine gesamten Aktivitäten rund um den Fahrradtourismus künftig von Peitz aus managen. "Einen besseren Standort kann ich mir doch kaum wünschen. Eine traumhafte Kulisse, die Nähe zum Spreewald, zum Seenland und zur Großstadt Cottbus - und gleichzeitig nur drei Kilometer bis zum künftigen Ostsee-Strand." Er rechnet fest damit, dass der ohnehin boomende Fahrradtourismus im Landkreis Spree-Neiße durch den Ostsee einen weiteren kräftigen Aufschwung erlebt. "Und dann stehen wir mit unsere Ostsee-Radlerscheune genau an der richtigen Stelle." Die ersten Gäste sollen allerdings schon vor der Flutung des Ostsees einziehen, Schöpe will in der Saison 2018 an den Start gehen. Das Angebot, gleichzeitig auch die leer stehende Gaststätte am Teichgut zu übernehmen, hat er allerdings abgelehnt: "Keine Gastronomie mehr." Aber, so die gute Nachricht: Im Frühjahr soll auch hier neues Leben einziehen.

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