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| 01:00 Uhr

Neuer Wirbel um Fahrradstraße in Schorbus nach Viehtransport-Unfall

Drebkau.. Wieder gibt es Ärger um die umstrittene Fahrradstraße zwischen Schorbus und Harnischdorf: Wie die Cottbuser Polizei jetzt mitteilte, kam es bereits am Freitag vergangener Woche zu einem verhängnisvollen Unfall. René Wappler

Gegenüber der RUNDSCHAU meldet sich nun auch der Jogger zu Wort, dessen Beschwerden dafür sorgten, dass der Drebkauer Bürgermeister Harald Altekrüger das Aufstellen von Pollern an der Straße erwägt - zum Missfallen vieler Einwohner von Schorbus.
Was ein Lastwagen mit elf Kühen an Bord auf einer Fahrradstraße sucht, die nur für Anlieger frei ist, kann auch Sven Hoffmann von der Polizei-Pressestelle nicht beantworten. Er weiß aber so viel: „Am Freitag gegen 16 Uhr kam der Lkw in Richtung Schorbus nach rechts von der Straße ab, er entwurzelte zwei Bäume und kippte um.“ Offensichtllich hatte den Fahrer ein entgegenkommender Kleintransporter verunsichert, dem er schließlich ausweichen wollte. „Eine Person zog sich leichte Verletzungen zu“ , berichtet Hoffmann, „die Kühe blieben unversehrt.“
Seit mehreren Jahren will ein Mann aus Groß Gaglow, der die Strecke zum Joggen nutzt, die Fahrradstraße grundsätzlich für den Autoverkehr sperren lassen. Er möchte allerdings gegenüber der RUNDSCHAU anonym bleiben. „Die Nutzer dieser touristischen Verbindung wurden massiv gefährdet, behindert, bedroht, beschimpft und angegriffen“ , schreibt er in einem Brief, „durch das arrogante und gefährliche Verhalten vieler Kraftfahrer wurde die Duldung dieser Ordnungsgefährdung und Zerstörung der Fahrradstraße zur Zerreißprobe.“ Es sei leider nicht zu erkennen, „dass die rechtmäßigen Nutzer der Schorbuser Fahrradstraße sich für ihre Straße einsetzen, um ihrem Nutzungsrecht gegen die Falschbenutzer geltend zu machen.“
Auch Mitarbeiter des Landkreises haben beim Drebkauer Bürgermeister Harald Altekrüger „verstärkt Handlungsbedarf“ angemeldet (die RUNDSCHAU berichtete). Er befindet sich nun in einem Dilemma, da er Poller auf die Straße setzen muss: Installiert er sie östlich von Schorbus, gelangen einige Harnischdorfer nicht mehr an ihre Grundstücke, lässt er sie zu weit westllich einbauen, vergrault er etliche Schorbuser. So betrachtet auch der Bürgermeister der benachbarten Gemeinde Neuhausen, Dieter Perko, die Pläne mit gerunzelter Stirn: „Unsere Waldbesitzer und Landwirte müssen ihre Flächen mit dem Fahrzeug erreichen, wir haben dort auch ausgelagerte Grundstücke.“