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Neuer Wertstoffhof in Sachsendorf

Ihren Grünschnitt sollen die Cottbuser demnächst auch in Sachsendorf entsorgen können.
Ihren Grünschnitt sollen die Cottbuser demnächst auch in Sachsendorf entsorgen können. FOTO: Floß
Cottbus. Der neue Wertstoffhof im Cottbuser Süden soll in Sachsendorf gebaut werden. Diesen Standort favorisiert die Stadtverwaltung. Insgesamt wurden vier Varianten betrachtet. Die Hegelstraße bietet die besten Voraussetzungen. Sven Hering

Ein Ziel hat die Cottbuser Stadtverwaltung verfehlt: Ursprünglich sollte bereits in diesem Jahr ein neuer Wertstoffhof in Cottbus eröffnet werden. Damit Einwohner aus Kiekebusch, Gallinchen oder Groß Gaglow nicht mehr durch die ganze Stadt fahren müssen, um Grünschnitt, Sperrmüll, Schrott, Baustoffe oder Elektrogeräte zu entsorgen, hatte die Stadt ein zusätzliches Angebot im Süden vorgeschlagen.

Das Geld war dabei nicht das Problem: Die veranschlagten Kosten in Höhe von rund 350 000 Euro waren fest eingeplant. Doch die Suche nach einem geeigneten Standort gestaltete sich schwieriger als erwartet. Eigentumsverhältnisse, Erschließung des Grundstücks oder mögliche Konflikte mit benachbarten Wohnhäusern mussten berücksichtigt werden.

Doch jetzt zeichnet sich eine Entscheidung ab. Vier Standorte sind in die engere Wahl gekommen. Eine Vorzugsvariante gibt es ebenfalls. So ist laut Verwaltung das Grundstück in der Hegelstraße (auf der Karte die Nummer 2) sehr gut geeignet. Allerdings muss im Bereich des Wertstoffhofes/Sportplatz die Straße verbreitert werden. Die Umwandlung von Waldflächen ist erforderlich. Und bereits vorhandene Schächte der Schmutzwasserleitung müssen umverlegt oder tiefergelegt werden. Trotzdem wird diese Fläche für den neuen Wertstoffhof favorisiert.

Auch der zweite Standort in der Hegelstraße (Nummer 3) wurde als sehr gut geeignet eingestuft. Allerdings müssten auch dort an Straße und Schmutzwasserleitung gearbeitet werden.

Als geeignet hat die Stadtverwaltung den Standort in der Lipezker Straße (1) eingestuft. Probleme dort: Ein Halteverbot müsste eingerichtet werden, da für den Anlieferverkehr zum Wertstoffhof eine zu geringe Staufläche vorhanden ist. Außerdem müsste eine neue Regenwasser-Entwässerungsleitung bis zur Zielona-Góra-Straße gebaut werden.

Nicht geeignet ist laut Stadt hingegen der Standort in der Schopenhauerstraße (4). Die Fläche ist im Bebauungsplan als Wohngebiet eingestuft. Eine angrenzende Kita ist gerade ausgebaut worden. Noch gibt es Wohnhäuser, die allerdings leergezogen und bis 2020 zurückgebaut werden sollen. Außerdem müsste auch dort eine Leitung für das Regenwasser gebaut werden.

Wie geht es nun weiter? Nach der Vorstellung der Varianten in den städtischen Fachausschüssen soll Alba mit der Planung und dem Bau des neuen Wertstoffhofes beauftragt werden. Das Entsorgungsunternehmen wird den Hof dann auch betreiben. Laut Stadtverwaltung ist es das Ziel, dass im dritten Quartal des Jahres 2017 die Cottbuser ihren Müll im Süden der Stadt loswerden können.