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| 01:27 Uhr

Neuer Streit über die Zukunft der Tram

Cottbus. Mit ihrer Forderung, ein Konzept ohne Straßenbahn für die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Stadt Cottbus aufzustellen, hat die FDP-Stadtverordnetenfraktion eine neue Diskussion über die Zukunft der Tram ausgelöst. „Die Ideen der FDP in Cottbus zur Straßenbahn sind verlogen“, sagt der Cottbuser Landtagsabgeordnete Jürgen Maresch (Linke). sh

"Ist es nicht die FDP, die im Bund mit in der Regierung sitzt? Ist es nicht der Bund, der die Mittel aus dem Entflechtungsgesetz, die unter anderem auch für die Cottbuser Straßenbahn eingesetzt werden könnten, massiv kürzt?", fragt Maresch. "Ist der FDP tatsächlich entgangen, dass es in Cottbus eine breite Zustimmung um den Erhalt der Straßenbahn gibt", führt Maresch weiter aus. Er unterstütze den Erhalt der Straßenbahn in Cottbus. Die Tram sei ein Identifikationsmittel der Cottbuser. In verschiedenen Gesprächen mit dem Chef von Cottbusverkehr sei ihm aufgezeigt worden, dass die Bahn auch unter den gegenwärtigen finanziellen Bedingungen eine Chance habe. "Insoweit schlage ich vor, die FDP sollte sich mehr einbringen mit der Frage, wie können wir die Straßenbahn in Cottbus erhalten. Das wäre mal ein Beitrag", so der Landtagsabgeordnete.

Die FDP-Fraktion hatte Ende der vergangenen Woche in einer Erklärung die Stadt und Cottbusverkehr aufgefordert, über alternative Varianten der ÖPNV-Entwicklung ohne Straßenbahn nachzudenken. Hintergrund war eine negative Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium über Fördermöglichkeiten für neue Straßenbahnfahrzeuge.