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| 01:22 Uhr

Neuer Planetenpark entsteht rund ums Planetarium

Zum Auftakt der Festwoche wurde gestern im Planetarium eine Sonderausstellung zum Thema „Weltraumwetter“ eröffnet, die sich unter anderem mit Auswirkungen von Wettererscheinungen im All auf die Erde beschäftigt.
Zum Auftakt der Festwoche wurde gestern im Planetarium eine Sonderausstellung zum Thema „Weltraumwetter“ eröffnet, die sich unter anderem mit Auswirkungen von Wettererscheinungen im All auf die Erde beschäftigt. FOTO: Foto: Mario Behnke
Zum 30. Geburtstag des Planetariums enthüllten die Mitarbeiter gestern das erste Element eines neuen Projekts, das bis zum 850. Jahrestag von Cottbus abgeschlossen sein soll: Ein Planetenpark entsteht rund um das Gebäude. Von René Wappler

Planetariums-Chef Gerd Thiele zeigt sich aufgeregt: „Das ist ein Ereignis, da zittert man schon mal ein bisschen.“ Kein Wunder: Zum Geburtstag des Hauses haben sich illustre Gäste wie Prof. Dr. Dieter B. Herrmann von der Archenhold-Sternwarte in Berlin und Oberbürgermeisterin Karin Rätzel eingefunden. Verhüllt steht im Gebäude eine kleine Kugel. Diese Kugel stellt den Planeten Merkur dar, der in unserem Sonnensystem der Sonne am nächsten ist. Alle Planeten sollen bis zum 850. Geburtstag von Cottbus nachgebildet werden – in einem Längenmaßstab von 1: 10 Milliarden. Das bedeutet: Die Erde findet ihren Platz am Eingang des Planetariums, der Planet Pluto – besonders weit von der Sonne entfernt – wird am Buga-See aufgestellt. Mittendrin der Saturn, an der Ludwig-Leichhardt-Allee.
Peter Lang, der Vorsitzende des Trägervereins, erklärt: „Bis zum Saturn realisieren wir das Projekt in der Zeit bis zum September dieses Jahres. Zudem geben wir Aktien zum Park heraus, mittels derer sich die Cottbuser am Projekt beteiligen können.“ Die Künstler, so sagt er, arbeiten beinahe ohne jedes Honorar am Planetenpark mit. Die Kuppel des Planetariums wird im Übrigen das Zentrum des Parks darstellen – als Sonne. „Dieses Projekt macht das Planetarium noch attraktiver“ , sagt Lang, und Gerd Thiele pflichtet ihm bei: „Lange Zeit habe ich nicht glauben können, dass dieses Vorhaben realisiert wird – um so schöner, dass es jetzt tatsächlich passiert.“
Auch Oberbürgermeisterin Karin Rätzel zeigt sich angetan angesichts des 30. Geburtstages des Hauses, das in diesem Zeitraum mehr als eine Million Menschen besucht haben. „Wenn man in den Sternenhimmel guckt, empfindet wohl jeder eine Sehnsucht nach Ferne. Ich bin stolz, dass wir ein Planetarium in Cottbus haben.“ Ohne das Engagement der Mitarbeiter sei es nicht möglich gewesen, dieses ehrgeizige Projekt am Leben zu erhalten – „ebenso wie bei vielen anderen Vorhaben in dieser Stadt“ . Rätzel begrüßt, „dass das Bildungsministerium des Landes Astronomie wieder als Wahlfach zugelassen hat“ .
Dies sei ein wichtiges Standbein, um die Zukunft des Hauses zu sichern. „Die Stadt bekennt sich zu diesem Haus. Einfach ein kostbares Kleinod, das wir in das umfangreiche Tourismusangebot für Cottbus aufnehmen müssen.“

Hintergrund Das Planetarium
 Im Unterschied zu Kino- oder Videoprojektionen kann im Planetarium der gesamte Gesichtskreis des Menschen im Durchmesser von 360 Grad erfasst werden.
Die Kuppel im Planetarium ist eine Halbkugel mit einem Durchmesser von 12,5 Metern. Pro Halbkugel können 3000 Sterne dargestellt werden. Das Planetariumsgerät in der Mitte des Saals besteht aus 120 Einzelprojektoren.