ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:19 Uhr

Aus dem Bauausschuss Burg
Neuer Mobilfunkmast in Burg-Kauper geplant

Burg. Bauausschuss diskutiert über Bedarf und Gesundheitsgefahren.

Der Mobilfunkanbieter Vodafone will einen 40 Meter hohen Mobilfunkmast in Burg-Kauper errichten, um die „drastische Lücke“ bei der Versorgung mit Mobilfunk in der Region zu schließen. Darüber informierte Helmut Zeitz von Vodafone in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstagabend in Burg.

Als mögliche Standorte kommen das Grundstück eines Landwirtschaftsbetriebes oder ein kommunales Flurstück in der Nähe des Hafens in der Waldschlösschenstraße infrage. Der Gittermast soll sich optisch in die Landschaft einpassen und auch von weiteren Mobilfunk-Anbietern genutzt werden können, kündigt Zeitz an.

Der Bauausschuss-Vorsitzende Karlheinz Dahlitz bestätigte, dass der Handyempfang in diesem Bereich extrem schlecht sei. Andere Mitglieder berichten, dass Touristen teils nicht nach Burg kommen würden, weil sie auch im Urlaub mobil erreichbar bleiben wollen. Frank Hildebrand wiederum verwies auf die gesundheitlichen Gefahren durch Mobilfunkstrahlung, was Helmut Zeitz zurückwies.

Auch die Stiftung Warentest als unabhängige Verbraucherorganisation hat sich aktuell mit dem Thema beschäftigt und kommt zum Ergebnis, dass kaum Grund zur Sorge besteht. 96 Prozent der Mobilfunkstrahlung, denen Menschen ausgesetzt sind, kommen vom Handy, nur vier Prozent werden durch Sendemasten verursacht (Heft September 2019).

Amtsdirektor Tobias Hentschel favorisierte als Standort das kommunale Flurstück, weil die Gemeinde so ihre Einflussmöglichkeiten behalte. Und über gesicherte Miet-Einnahmen verfügt, wie Zeitz hinterherschob.

Ein konkreter Termin für den Aufbau des Mobilfunksendemastes gibt es noch nicht. Sendemasten stehen bereits in Burg, Leipe, Lübbenau und Raddusch.

(sha)