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| 18:11 Uhr

Cottbus
Neue Wege um den Bahnhof

Neue Verkehrswege um den Cottbuser Bahnhof
Neue Verkehrswege um den Cottbuser Bahnhof FOTO: Stadtverwaltung Cottbus / Stadtverwaltung Cottbus / Bearbeitung: Janetzko/lr
Cottbus. Die Bauarbeiter nehmen sich ab der nächsten Woche ein neues Baufeld auf der Bahnhofskreuzung vor. Schon ab Sonntag gibt es deshalb neue Wege rund um die Cottbuser Großbaustelle. Von Peggy Kompalla

Die Arbeiten rund um den Bahnhof gehen auf die Zielgerade. Trotzdem dauert es noch bis Jahresende, bis der Verkehr wieder ungehindert über Vetschauer und Bahnhofstraße rollen kann. Ab Sonntag bedeutet das neue Wege um den Bahnhof (siehe Grafik). Denn das Baufeld rückt auf die südwestliche Ecke der Bahnhofskreuzung. Dort werden der letzte Gleisbogen und die Straße erneuert.

Die Bahnhofstraße hat das im Prinzip schon hinter sich. Trotzdem bleibt sie gesperrt. Das erklärt Maik Hauzenberger. Er ist im Rathaus der Projektleiter für die Großbaustelle. „Wir haben geprüft, ob wir die Bahnhofstraße öffnen können, haben uns aber doch dagegen entschieden“, erklärt er. Zum einen würde dadurch ein Baufeld durch die Fahrspuren getrennt. Zum anderen gebe es Bedenken wegen der Verkehrssicherheit. „Darüber hinaus gäbe es trotz Öffnung der Bahnhofstraße in beide Fahrtrichtungen jeweils nur eine Spur“, ergänzt der Projektleiter. Das wäre also derselbe Zustand wie bisher. Nun wird der also noch die nächsten drei Monate erhalten.

Die wesentlichste Änderung ab Sonntag wird sein, dass die Autos von der Vetschauer Straße nicht nach rechts in die Thiemstraße einbiegen können. Das verhindert das Baufeld. Zudem wird der Verkehr auf der Vetschauer Straße über die nördliche Fahrbahn geführt. Dafür wurde eine Überfahrt angelegt. Das Fahrspur-Provisorium macht damit einen Schwenk (siehe Grafik). Darüber hinaus wird die Haltestelle vor der Fürst-Pückler-Passage um etwa 15 Meter nach Westen verschoben. Cottbusverkehrsprecher Robert Fischer ergänzt: „Der Fahrscheinautomat bleibt allerdings an seiner alten Stelle stehen.“

FOTO: Michael Helbig

Cottbusverkehr hat am Bahnhof insgesamt 1,5 Kilometer neue Gleise verlegt. Mit dem Gleisbogen auf der Kreuzung wird das letzte Stück Schiene in Angriff genommen, so der Unternehmenssprecher. Die Fahrleitungsmasten stehen bereits alle. Im nächsten Jahr bekommen sie die Oberleitungen.

Der Cottbuser Bahnhof wird bis zum Jahr 2020 zu einem modernen Verkehrsknoten umgebaut. Busbahnhof und Straßenbahnhaltestelle entstehen direkt vor dem Bahnhofsgebäude. Dafür investiert die Stadt rund zwölf Millionen Euro mithilfe des Landes Brandenburg. Gleichzeitig wird der Tunnel nach Norden verlängert. Das kostet nochmals rund sechs Millionen Euro.

Wichtigste Änderung rund um den Baustellen-Bahnhof: Das Rechtsabbiegen von der Vetschauer Straße in die Thiemstraße ist nicht möglich.
Wichtigste Änderung rund um den Baustellen-Bahnhof: Das Rechtsabbiegen von der Vetschauer Straße in die Thiemstraße ist nicht möglich. FOTO: Stadtverwaltung Cottbus / Stadtverwaltung Cottbus / Bearbeitung: Katrin Janetzko

Am 6. März 2017 gab es den Durchbruch, beide Tunnelbaustellen von Stadt und Deutscher Bahn trafen plangemäß aufeinander. Fast anderthalb Jahre später ist der städtische Tunnelteil weitgehend fertiggestellt. Der Vorplatz muss noch hergerichtet werden. Die Bahn ist derweil noch mit dem Mittelbauwerk beschäftigt. Aber auch dort sind die Arbeiten fast abgeschlossen. Mitte Oktober soll der Tunnel freigegeben werden.

Die Deutsche Bahn investiert in den Cottbuser Bahnhof ihrerseits nochmals rund 30 Millionen Euro. Dafür modernisiert sie alle Bahnsteige. Sie werden barrierefrei und alle mit Fahrstühlen ausgestattet. Derzeit werden die Bahnsteige 4 und 5 erneuert. Die Prozedur haben die Bahnsteige 8 und 9 sowie 6 und 7 bereits hinter sich. Die Arbeiten an einem Bahnsteig nehmen immer ein halbes Jahr in Anspruch. Als letzter ist der Bahnsteig 1 dran.