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Bau des neuen Verkehrsknotens
Neue Wege an der Bahnhofskreuzung in Cottbus

An der Kreuzung Bahnhofstraße/ Stadtring bereiten die Bauleute derzeit alles für die am Sonntag beginnende zweite Bauphase vor.
An der Kreuzung Bahnhofstraße/ Stadtring bereiten die Bauleute derzeit alles für die am Sonntag beginnende zweite Bauphase vor. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Der Bau des neuen Verkehrsknotens am Cottbuser Bahnhof geht seit Sonntag in die nächste Phase. Damit kommen auf die Cottbuser neue umfangreiche Umleitungen und Verkehrseinschränkungen zu. Ulrike Elsner

Nach dem Einbau der Weiche an der Kreuzung Stadtring/Thiemstraße sowie dem Bau des eigentlichen Verkehrsknotens folgt jetzt die Verknüpfung des früheren Bahnhofsvorplatzes mit der Bahnhofstraße und der Vetschauer Straße.

Wie Projektleiter Maik Hauzenberger bei der gestrigen Vorstellung der Details zu Sperrungen und neuen Wegeführungen betonte, wird diese zweite große Bauphase voraussichtlich ein Jahr dauern. Für diesen Zeitraum sollen die folgenden Einschränkungen und Umleitungen gelten, die am kommenden Sonntag in Kraft treten.

Wichtig für Autofahrer: Die stadtauswärts führenden Spuren der Bahnhofstraße werden voll gesperrt. Die Autofahrer, die in dieser Richtung unterwegs sind, nutzen die Straßenbahntrasse, um geradeaus zu fahren oder in die Vetschauer Straße abzubiegen. Eine weitere Fahrspur in Richtung Stadtring soll in der 39. Kalenderwoche (ab 25. September) eingerichtet werden. Stadteinwärts steht eine Fahrspur zur Verfügung.

In der Vetschauer Straße werden die nördlichen Fahrspuren (in Richtung P+R-Parkplatz) gesperrt. Der Verkehr wird auf die südlichen Fahrspuren verlagert. Im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Vetschauer Straße kommt es zu Einschränkungungen im Zu- und Abfahrtsverkehr in Richtung Bahnhof. Autofahrer, die von Süden kommen, werden über Welzower und Senftenberger Straße zum P+R-Parkplatz Vetschauer Straße geführt. Ein Abbiegen von der Thiemstraße in die Vetschauer Straße ist nicht möglich. Als Alternative bietet sich für Fahrer die Zufahrt von der Straße der Jugend über Stadtring und Vetschauer Straße an.

Wichtig für Straßenbahn-Nutzer: Straßenbahnen können die Bahnhofstraße während der gesamten zweiten Bauphase nicht nutzen, da die Straßenbahntrasse auf der Bahnhofsbrücke für den Autoverkehr freigegeben wird. Darüber informierte Tim Krings, Bereichsleiter bei Cottbusverkehr. Deshalb verkehren alle Bahnen ab Sonntag, 17. September, durch die Straße der Jugend. Es gelten neue Fahrpläne und Linienführungen. Von Montag bis Freitag wird die Straßenbahnlinie 1 durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ersetzt. Der verkehrt von Schmellwitz, Anger durch die Bahnhofstraße bis zur Jessener Straße. Die Linie 2 zwischen Sandow und Sachsendorf wird durch die Straße der Jugend umgeleitet. Folglich können die Haltestelle Stadthalle/Post, August-Bebel-Straße und Stadtmuseum nicht bedient werden. Die Linie 3 pendelt planmäßig zwischen Ströbitz und Madlow und die Linie 4 zwischen Neu-Schmellwitz und Sachsendorf. Doch danach, vor aussichtlich ab Herbst 2018, sollen die Bahnen vom Bahnhofsberg auf den Bahnhofsvorplatz oder vom Bahnhofsvorplatz direkt auf den Stadtring abbiegen können.

An den Wochenenden wird die Linie 1 planmäßig mit Bussen bedient. Auch die Linien 3 und 4 verkehren planmäßig. Die Linie 5 pendelt zwischen Sandow und der Jessener Straße als Schienenersatzverkehr. Die Nachtbuslinien 3N, 4N und 5N verkehren wieder auf ihren planmäßigen Linien.

Wichtig für Fußgänger: Die Treppe von der Bahnhofsbrücke zum Bahnsteig 1 wird wieder geöffnet. Ein barrierefreier Weg führt an der Ostseite der Bahnhofsbrücke entlang über Stadtring, Thiemstraße und Vetschauer Straße zum Bahnhofsgebäude.

Wichtig für Radfahrer: Der Radweg, der aus der Stadt heraus führt, ist gesperrt. Beide Richtungsfahrbahnen werden deshalb an der Ostseite der Bahnhofsbrücke entlang geführt. Zudem können Radfahrer die Unterführung an der Nordseite der Bahnhofsbrücke nutzen.

Im Herbst 2018 soll die dritte Bauphase beginnen. Der Umbau des Cottbuser Bahnhofs einschließlich des Neu- und Umbaus des Personentunnels zur Innenstadt sowie der Bau des neuen Verkehrsknotens mit Verknüpfung von Nah- und Fernverkehr ist eines der größten Infrastrukturvorhaben der Stadt Cottbus. Insgesamt werden fast 50 Millionen Euro investiert. Der Abschluss des Umbaus ist für 2019/2020 geplant.