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| 18:57 Uhr

Cottbus
Neue Pläne für Bahnhofsumfeld

Das ist ein erster Entwurf für die Neugestaltung des nördlichen Bahnhofsumfeldes. Die Pläne können sich noch ändern.
Das ist ein erster Entwurf für die Neugestaltung des nördlichen Bahnhofsumfeldes. Die Pläne können sich noch ändern. FOTO: KSB Architekten Magdeburg
Cottbus. Ein Investor will an der Külzstraße ein Karree am Spreewaldbahnhof errichten. Damit wird das nördliche Bahnhofsumfeld neu geordnet. Erste Pläne liegen nun dafür vor. Von Peggy Kompalla

Der neuen Personentunnel am Bahnhof führt im Norden derzeit noch in ein ziemlich unsortiertes Terrain. Direkt gegenüber dem Ausgang steht der denkmalgeschützte Großenhainer Bahnhof. Davor liegt eine holprige Kopfsteinpflasterstraße, nebendran stehen verschiedene Gebäude und Überreste verlassener Bahnanlagen. Wenn im November die Bahn-Fahrgäste den Ausgang erstmals nutzen, werden sie das Areal noch genauso wild vorfinden. Doch das soll sich bald ändern. Ein Investor will zwischen Großenhainer Bahnhof und Wilhelm-Külz-Straße das Karree am Spreewaldbahnhof mit einem Seniorenheim und mehreren Wohneinheiten schaffen. Die Stadt nutzt die Gelegenheit, um das gesamte Gebiet städtebaulich neu auszurichten. Dafür hat die Stadt mit dem Investor einen städtebaulichen Vertrag abgeschlossen.

Die Pläne für die damit einhergehende Neuordnung des gesamten nördlichen Bahnhofsareals sind nun erstmals den Abgeordneten in Wirtschafts- und Umweltausschuss vorgestellt worden. In beiden Fachgremien fanden sie volle Zustimmung und werden damit dem Stadtparlament zum Beschluss empfohlen.

Für den nun vorliegenden ersten Entwurf für das Areal kann es in den nächsten Monaten noch Anpassungen geben. Stadtplaner Egbert Thiele betonte bei der Vorstellung: „Die Geh-Radweg-Achse hat für uns Priorität und soll direkt in die nördliche Innenstadt führen.“ Die Menschen sollen laut Plan künftig über einen öffentlichen Weg direkt vom Ausgang des Personentunnels über die Külzstraße in die Schillerstraße gelangen. Auch ein Radweg ist in Richtung Bahnhofstraße auf dem Entwurf angedacht, genauso wie ein üppiger Grünstreifen.

Auf dem Grundstück Wilhelm-Külz-Straße 15 – dem Rotec-Komplex – ist dem Entwurf zufolge das Seniorenheim geplant. Der Investor strebt für den Neubau noch während der Aufstellung des B-Planes für das Areal eine Baugenehmigung an.

Martin Kühne (Grüne) wollte wissen, ob das Baudenkmal Großenhainer Bahnhof in Zukunft öffentlich zugänglich sein wird. Darauf gab es von der Baubeigeordnete Marietta Tzschoppe (SPD) eine vage Antwort. „Das hänge von der künftigen Nutzung des Gebäudes ab.“ Stadtplaner Thiele deutete vorsichtig an, dass die Chance dafür bestünde. Doch genauer wurden die beiden nicht.

Mit dem vorliegenden Plan kommt die Stadt ihren im Stadtentwicklungskonzept 2020 formulierten Zielen nahe. In dem Papier aus dem Jahr 2010 heißt es: „Oberstes Ziel ist die umfassende Neuordnung des Bahnhofsareals . . . und die Aufwertung der in Richtung Innenstadt angrenzenden Bereiche, hier insbesondere als Schlüsselmaßnahme die Entwicklung des nördlichen Bahnhofsumfeldes.“

Die Stadt verbindet nach eigenem Bekunden mit dem Plan eine Aufwertung des Quartiers und der derzeit überwiegend brachgefallenen Flächen. Darüber hinaus sei damit eine attraktive Gestaltung des neuen öffentlichen Raumes gewährleistet sowie der Zugang zum Personentunnel.