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| 02:32 Uhr

Neue Pendler-Parkplätze in Cottbus

Cottbus. Die lange geplanten Umbauarbeiten am Cottbuser Hauptbahnhof beginnen im April. Für Baumfällungen wird ein Teil des Pendler-Parkplatzes auf der Ostseite allerdings schon in der kommenden Woche gesperrt. Ab April fallen 220 Stellflächen weg. Bis dahin will die Stadt Ersatz schaffen. Peggy Kompalla

Die Pendler werden bereits ab kommender Woche daran erinnert, dass sich der Cottbuser Hauptbahnhof ab dem Frühjahr in eine Großbaustelle verwandeln wird - in den nächsten fünf Jahren. Zunächst rücken am 22. Februar die Baumfäller an, um das Baufeld vorzubereiten. Deshalb werden auf der Ostseite vorübergehend einige Parkplätze gesperrt. Darüber informiert Baubürgermeisterin Marietta Tzschoppe (SPD). Insgesamt werden demnach 111 Bäume abgesägt. Aus Gründen des Naturschutzes müssen diese Arbeiten bis Ende Februar abgeschlossen sein. Die Sperrungen erfolgen abschnittsweise. Deshalb empfiehlt Marion Adam aus dem Baudezernat, dass Langzeitparker ihre Fahrzeuge ab nächsten Montag auf der Westseite am Wasserturm abstellen.

Richtig ernst wird es im April. Dann fallen mit einem Schlag die 220 Langzeitparkplätze auf der Ostseite weg. Zwar rücken dann immer noch keine Baufahrzeuge an, da zunächst die Munitionssucher das Gelände sondieren müssen. Der Hauptbahnhof war im Februar 1945 während der letzen Tage des Zweiten Weltkrieges Angriffsziel von Bombern. Der Kampfmittelräumdienst vermutet deshalb im Untergrund altes Kriegsgerät.

Ersatz im Norden

Um die bereits heute angespannte Parkplatzsituation rund um den Hauptbahnhof ab April zu entspannen, will die Stadt Ersatz schaffen. Das versichert die Bürgermeisterin. "Zunächst werden wir bis April auf der Nordseite rund 156 Stellflächen schaffen, so dass die Leute aus dem Norden kommend gar nicht erst über die Bahnhofsbrücke müssen, sondern den Tunnel nutzen können", erklärt sie und schiebt im nächsten Atemzug hinterher: "Wir haben mit der Bahn ausgehandelt, dass der alte Spreewaldtunnel bis zur Fertigstellung des neuen Personentunnels offen bleibt, sodass die alten Wegebeziehungen erhalten bleiben."

Für die Einrichtung dieser Parkplätze (Nummer eins in der Grafik) gibt die Stadt nach eigenen Angaben rund 60 000 Euro aus. Dieser Parkplatz ist der Stadt zufolge nur temporär vorgesehen. "Sollte es die Situation nötig machen, besteht die Option, im Norden 200 neue Stellflächen zu schaffen." Diese Parkplätze würden allerdings erst nach Bauende und damit nach dem Jahr 2019 errichtet werden. Kurzfristig will die Stadt bis August den Parkplatz auf der Westseite (Nummer zwei in der Grafik) um 60 Stellplätze erweitern. Der grundhafte Ausbau schlägt mit 250 000 Euro zubuche. "Für die Zukunft ist zudem noch genügend Platz vorhanden, um die Flächen nochmals zu erweitern." In der Grafik ist das Feld rot umrandet.

Im August können dann - laut Plan der Stadt - endlich die Bauleute ran. Dann fallen auch die 70 Kurzzeitparkplätze und Taxistellflächen auf der Ostseite weg. Bis zum Jahr 2019 wird sich dann der Hauptbahnhof in einen modernen Verkehrsknoten verwandeln, wo Fahrgäste bequem zwischen Zug, Straßenbahn, Bus, Auto und Fahrrad umsteigen können. Die Umbaukosten belaufen sich nach Angaben der Bürgermeisterin auf knapp zwölf Millionen Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt demnach bei rund 5,6 Millionen Euro. Der Rest wird über Fördergeld finanziert.

Zeitgleich mit dem Baubeginn auf dem Bahnhofsvorplatz im April, starten die Arbeiten am neuen Spreewaldtunnel. Die Kosten trägt die Deutsche Bahn nur zu einem Teil. Die Stadt muss aus diesem Grund zusätzlich sechs Millionen Euro investieren. Allerdings kommen vier Millionen Euro aus dem Stadtumbau-Fördertopf.

Bahn saniert parallel

Auch die Deutsche Bahn legt in den nächsten Monaten los: Sie will bis zum Jahr 2020 insgesamt 30 Millionen Euro in die Modernisierung der Bahnsteige und der Verlängerung des Tunnels investieren.

Zum Thema:
Eine Bürgerinformation rund um die Bauarbeiten am Hauptbahnhof gibt es am 6. April um 18.30 Uhr im Stadthaus am Erich Kästner Platz.Offizieller Baustart ist am 8. April.