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| 15:47 Uhr

Infrastruktur
Neue Bauarbeiten am Cottbuser Bahnhof stehen bevor

 Das nördliche Bahnhofsumfeld wird voraussichtlich im Herbst zur Baustelle.
Das nördliche Bahnhofsumfeld wird voraussichtlich im Herbst zur Baustelle. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Im August soll der umgebaute Bahnhof in Cottbus eingeweiht werden. Doch nach der Einweihung ist noch lange nicht Schluss mit den Sanierungsmaßnahmen.

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle: Auf der einen Seite wird der Bahnhof im August feierlich eingeweiht. Auf der anderen gehen die Arbeiten weiter. Am neuen Tunnelausgang soll ab dem Herbst die Anbindung zur Innenstadt in Angriff genommen werden. In den nächsten Wochen rechnet die Stadt mit der Bewilligung des Fördergeldes. Darüber informiert die Verwaltung auf Nachfrage.

Derzeit steckt die Stadt demnach noch mitten in Abstimmungen mit dem Investor Helmut Rauer und der Deutschen Bahn zu den notwendigen Versorgungsleitungen für die Gebäude beziehungsweise zum Verlegen von Leitungen für den Bahnbetrieb. Stadtsprecher Jan Gloßmann erklärt: „Erst mit der endgültigen Klärung der stadttechnischen Erschließung kann der Umbau beginnen.“ Nach dem Tunnelneubau wird im nächsten Bauabschnitt der Ausgang bis Wilhelm-Külz-Straße neu erschlossen. Dabei werde eine Einfahrt und Wendemöglichkeit für Fahrzeuge in die Güterzufuhrstraße geschaffen. „Der neue Vorplatz vor dem Tunnel wird bis zum Großenhainer Bahnhof und zur Güterzufuhrstaße erweitert.“ An der Stelle solle zudem eine Stele künftig den öffentlichen Raum strukturieren. Gleichzeitig werde sie den Endpunkt der geplanten Fußgänger- und Radwegtrasse bilden, die sich derzeit noch in Planung befindet und in den Jahren 2020 und 2021 umgesetzt werden soll.

Als vierter Bauabschnitt schließt sich danach der Ausbau des Parkplatzes und zum Schluss die Radweganbindung zur Bahnhofsbrücke an. Für diese Teile haben die Planungen noch nicht begonnen. Deshalb ist auch der zeitliche Ablauf noch unklar.

Bei der Neugestaltung des nördlichen Bahnhofsumfeldes soll auch dem höheren Bedarf an Fahrradständern Rechnung gezollt werden. Die dafür vorgesehenen Bügel unterm Dach sind fast immer komplett belegt, so dass einige Fahrradfahrer ihre Gefährte an Pfosten und Geländern anschließen. Die Stadt wertet dies zunächst positiv. „Der tasächlich größere Bedarf zeigt, dass die Cottbuser den neuen Zugang hervorragend annehmen“, stellt Stadtsprecher Gloßmann fest.

Am alten Spreewaldtunnel gab es demnach 60 bis 80 Fahrradständer. Am neuen sind es 120. Derzeit suche die Stadt nach Lösungen zur Verbesserung des Angebotes.

 Das nördliche Bahnhofsumfeld wird voraussichtlich im Herbst zur Baustelle.
Das nördliche Bahnhofsumfeld wird voraussichtlich im Herbst zur Baustelle. FOTO: Peggy Kompalla