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Neue Ausstellung zu "Zwangsadoptionen in der DDR"

Cottbus. Anlässlich des Weltkindertages wird am 20. September, um 18.30 Uhr im Menschenrechtszentrum Cottbus die Ausstellung mit den Suchmeldungen zu den "Zwangsadoptionen in der DDR" neu eröffnet. red/ik

Seit 2014 hängen am Zaun im Innenhof der Gedenkstätte 284 Suchanzeigen von Eltern, die ihre Kinder suchen oder umgekehrt, aber auch von Geschwistern, die sich gegenseitig suchen. Die provisorisch und mit einfachen Mitteln hergestellte Ausstellung wurde aktualisiert und wird mit einem veränderten Erscheinungsbild der Öffentlichkeit neu präsentiert. Im Anschluss an der Eröffnung der neu erstellten Ausstellung werden Katrin Behr und zwei weitere betroffene Zeitzeuginnen - eine suchende Mutter und eine suchende Tochter - in einer Gesprächsrunde zum einen über ihr persönliches Schicksal erzählen, aber auch auf die Komplexität des Themas näher eingehen. "Es gibt viele juristische Grenzen, an die die Suchenden stoßen. Letzten Endes, auch wenn sie sich fänden, können leider die verlorenen Jahrzehnte der Trennung von Familien und die mögliche Zerstörung von Biografien den Betroffenen nicht mehr zurückgegeben werden", erklärt die geschäftsführende Vorsitzende des Menschenrechtszentrums Cottbus, Sylvia Wähling. Besucher sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.