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Cottbus
Neue Ausstellung über Zwangsarbeit im Knast

In der Ausstellung wird auch ein Blick in die heutige Zeit und über die Ländergrenzen hinaus geworfen. Mehr Fotos: www.lr-online.de/cottbus
In der Ausstellung wird auch ein Blick in die heutige Zeit und über die Ländergrenzen hinaus geworfen. Mehr Fotos: www.lr-online.de/cottbus FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Menschenrechtszentrum arbeitet DDR-Geschichte auf.

Im Cottbuser Menschenrechtszentrum in der Bautzener Straße ist am Sonntag die neue Dauerausstellung „Haft – Zwang – Arbeit im Zuchthaus Cottbus 1933 – 1989“ eröffnet worden. Der Verein Menschenrechtszentrum will mit der Schau die Erinnerung wachhalten und DDR-Geschichte aufarbeiten.

Trotz zahlreicher Publikationen zur Stasi-Untersuchungshaft und dem Strafvollzug in der DDR sowie einiger Veröffentlichungen speziell zur Zwangsarbeit politischer Häftlinge in den vergangenen zwei Jahren gibt es bisher keine Ausstellung, die sich schwerpunktmäßig oder ausschließlich mit dem Thema Zwangsarbeit politischer Häftlinge im Strafvollzug der DDR und in der Zeit des Nationalsozialismus in der Form befasst wie die neue Cottbuser Ausstellung. Zahlreiche Informationen, authentische Objekte aus der jeweiligen Epoche und Zeitzeugeninterviews in Schrift und Film ermöglichen einen bewegenden Einblick in den Arbeitsalltag, die Arbeitsbedingungen, besonders die Auflehnung von Häftlingen und die darauf folgenden Disziplinarmaßnahmen.

Neue Ausstellung im Menschenrechtszentrum FOTO: Von Michael Helbig

In DDR-Gefängnissen wurden unter anderem Kameras, Waschmaschinen, Kühlschränke, Bettwäsche, sogar IKEA-Möbel gefertigt.

Das Menschenrechtszentrum ist dienstags bis freitags von  10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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