Es ist eine kleine Meldung in der Rundschau, die Johann Staudinger vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) aufschrecken lässt. Darin teilt die Stadt mit, dass in der Spremberger Vorstadt 18 Bäume auf dem Grundstück gegenüber der Drebkauer Straße 60 bis 66 gefällt werden sollen. Die Fällarbeiten seien wegen eines Neubaus für altersgerechtes Wohnen notwendig. Für Johann Staudinger ist das unverständlich. Er hat sich den Standort genau angesehen und im Rathaus noch einmal nachgefragt. „13 Bäume sollen dabei entlang der Straße gefällt werden“, erklärt er. „Um auf dem ohnehin schon schmalen Grundstück auch noch unbedingt einen Gehweg zu bauen.“ Das könne er nicht nachvollziehen und gehöre unbedingt in den Umweltausschuss. „Der Bereich sollte unbedingt grün bleiben. Wenn die Bäume verschwinden verändert das nicht nur den Charakter der Straße, sondern schafft auch neue Hitzepole.“

Umweltschützer beklagt die Bauordnung

Der Umweltschützer beklagt die Bauordnung der Stadt Cottbus. „Die bietet keinen Raum für Ideen, um Problem standortbezogen zu lösen“, beklagt Johann Staudinger. Er sei einsichtig, betont er, wenn der private Bauherr den Neubau errichten will, müssten einige Bäume weichen. „Aber doch nicht alle. Da muss es doch einvernehmliche Lösung geben“, appelliert er.

Nach Informationen der Stadtverwaltung sind für die Fällung der 18 Bäume Ersatzpflanzungen geplant. Ob sie auch an Ort und Stelle in den Boden kommen, wird nicht mitgeteilt.