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| 02:33 Uhr

Naturschützer auf dem Holzweg

Der vermeintliche Schwarzbau ist ein Überlaufdamm. Das Bauwerk bei Fehrow ist notwendig, um die Spree in ihr altes Flussbett zu leiten.
Der vermeintliche Schwarzbau ist ein Überlaufdamm. Das Bauwerk bei Fehrow ist notwendig, um die Spree in ihr altes Flussbett zu leiten. FOTO: René Schuster
Cottbus/Fehrow. Bei dem von der Umweltgruppe Cottbus als vermeintlicher Schwarzbau identifizierten Überlaufdamm in der Spree handelt es sich um einen notwendigen Teil für die Renaturierung der Spreeaue. Das stellen das Bergbauunternehmen Leag und das für das aufwendige Naturschutzprojekt zuständige Ingenieurbüro Gerstgraser klar. Peggy Kompalla

Die Umweltschützer fordern unterdessen in einem Brief die zuständigen Behörden auf, den Rückbau auf Kosten des Verursachers und eine Ahndung der Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld zu veranlassen. Darüber informiert Umwelgruppen-Sprecher René Schuster.

Dr.-Ing. Christoph Gerstgraser wehrt sich gegen diese falsche Behauptung und erklärt: "Der Überlaufdamm wurde im Zuge der Renaturierung der Spreeaue errichtet und 2015 fertiggestellt. Dieses Bauwerk ist erforderlich, damit die Spree wieder in Teile ihres alten Flussbettes gelegt werden konnte. Bei Niedrigwasser ist der Damm trocken, bei höheren Abflüssen wird er überströmt." Fische können den Damm nicht passieren, weshalb für den Bau eine eigene Sohlgleite errichtet wurde. An dieser fand im vergangenen Monat ein Fischmonitoring statt. Damit soll nachgewiesen werden, dass sie tatsächlich von Fischen genutzt wird und funktioniert.

Das Monitoring sei mit dem Landesumweltamt abgestimmt gewesen. Aufgrund des hohen Wasserdurchflusses der Spree während des Monitorings sei dafür der temporäre Einbau einer Grundschwelle an der Spreeausleitung notwendig gewesen, um die Belastung an der Reuse zu reduzieren. "Da das Monitoring beendet ist, sind sowohl die Fischreuse als auch die Grundschwelle wieder ausgebaut", betont Gerstgraser. Derzeit werden die Ergebnisse des Fischmonitorings ausgewertet.