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| 17:45 Uhr

Dissen
Gieß-Geschenk für heiße Tage

 Der Vereinsvorsitzende Fred Kaiser (r.) bedankte sich  bei der Feier zum zehnten Geburtstag des Vereins bei den Mitgliedern der ersten Stunde: Dietmar Haufe, Erwin-Peter Krause und Hans-Jürgen Drabow ( v.l.).
Der Vereinsvorsitzende Fred Kaiser (r.) bedankte sich  bei der Feier zum zehnten Geburtstag des Vereins bei den Mitgliedern der ersten Stunde: Dietmar Haufe, Erwin-Peter Krause und Hans-Jürgen Drabow ( v.l.). FOTO: Marion Hirche
Dissen. Naturkundezentrum Spreeaue feiert sein zehnjähriges Bestehen in Dissen. Von Marion Hirche

Das Naturkundezentrum des Spreeaue-Vereins in Dissen besteht seit zehn Jahren. In dieser Woche zogen die 36 Mitglieder Bilanz. Die kann sich sehen lassen.

Im Naturkundezentrum Dissen am Tor zur Spreeaue findet der Besucher heute eine Weißstorchausstellung, die zuvor neben dem Heimatmuseum beheimatet war und dort Platz für einer Tourismusinformation freigemacht hat. Die Ausstellung bietet Platz für Treffen der Vereinsmitglieder und kleinere Veranstaltungen. Neben dem Gebäude wurde eine Streuobstwiese angelegt und eine Wetterstation errichtet. In der Ausstellungsscheune befinden sich Schautafeln über die renaturierte Spreeaue und eine Schauimkerei.

Auf dem Hof wurde ein  Ziehbrunnen nach historischem Vorbild gebaut, es gibt ein Insektenhotel, viele Hinweistafeln und Namensschilder. Der Verein gestaltet regelmäßig Veranstaltungen. Führungen durch die Spreeaue werden von Vereinsmitgliedern zu Fuß, mit dem Kremser, mit dem Traktor oder mit dem Fahrrad angeboten.

Der Spreeauenhof in der Döbbricker Straße 1 ist zum attraktiven Vereinssitz gestaltet worden. Der ehemalige Vierseitenhof wurde ab 2012 restauriert. Heute gehören zum Ensemble ein Laden und das Café „Liska“ mit einem privaten Betreiber.

Die große Breite der Interessen der Mitglieder des Vereins hat es ermöglicht, dass dieser ehrenamtliche Zusammenschluss zu einer unersetzbaren Säule in der touristischen Nutzung der Spreeaue geworden ist. Zudem haben sich die Mitglieder dem Tier-, Natur- und Umweltschutz verschrieben.

„Das ist eine Bilanz, die uns stolz macht“, sagte Vereinsvorsitzender Fred Kaiser bei der Jubiläumsveranstaltung. Er nutzte die Gelegenheit, sich bei vielen Helfern, Förderern und Unterstützern zu bedanken. So gab es guten Holundersaft für den ersten Vereinsvorsitzenden Detlef Witt. Kleine Präsente wurden an die Mitstreiter der ersten Stunde, Dietmar Haufe, Hans-Jürgen Drabow und Erwin-Peter Krause, überreicht. Ebenfalls Babette Zenker vom Heimatmuseum Dissen erhielt für ihre Hilfe ein gesundes Getränk.

In Grußworten lobten Vertreter der Naturschutzbehörde des Spree-Neiße-Kreises und der Stadt Cottbus die sehr gute Zusammenarbeit. Ingolf Arnold  von der Leag hat die Renaturierung der Spreeaue von Anfang an begleitet: „Ich war begeistert, wie die Bürger 2004 unsere Botschaft aufgenommen haben, dass wir ihre guten Ackerflächen in Wiesen und Teiche verwandeln wollen. Nur durch das enge Miteinander konnte die Spreeaue entstehen, und ich bin sehr froh, dass die Nutzung der entstandenen Auenlandschaft nun auch in den Händen dieses Vereins liegt.“

Ulrich Günther aus Sielow gehört zu den ersten Mitstreitern: „Ich war damals Ortsvorsteher in Sielow. Als wir von Vattenfall damals über die Renaturierung informiert wurden, waren wir uns im Ortsbeirat einig, dass das  unterstützt werden muss. Deshalb bin ich 2009 dann auch Mitglied geworden.“

Ein kurzer Ausblick: Am Sonnabend und am 30. März gibt es an den Vormittagen Arbeitseinsätze auf dem Spreeauenhof. Unter anderem sind Sitzgruppen und Hinweistafeln zu streichen. Am 5. Mai hat eine große Jahreseröffnungsparty aller touristischer Einrichtungen von Dissen Premiere, am 16. Juni steht ein Storchenfest im Kalender.

Dafür könnte auch das Geburtstagsgeschenk der Dissener Feuerwehr eingelöst werden, das Chef Stephan Marrack überreichte: „Ich bin für praktische Sachen, deshalb spendieren wir einmal Bewässerung gratis auf dem Spreeauenhof für heiße Tage.“