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| 11:11 Uhr

Live-Diskussion
Natur-Debatte vor der Kinoleinwand

Jan Vesper (radioeins, l.) und Jan Siegel (RUNDSCHAU, r.) sprachen mit Biolandwirt Frank Michelchen, Waldbesitzer Christoph Haensel, der Wolfsbeauftragten Constanze Eiser aus Finsterwalde, Arne Barkhausen, Leiter Landeswaldoberförsterei in Peitz, und Alexander Harnisch, Sprecher des Landesjagdverbandes Brandenburg (v.l.).
Jan Vesper (radioeins, l.) und Jan Siegel (RUNDSCHAU, r.) sprachen mit Biolandwirt Frank Michelchen, Waldbesitzer Christoph Haensel, der Wolfsbeauftragten Constanze Eiser aus Finsterwalde, Arne Barkhausen, Leiter Landeswaldoberförsterei in Peitz, und Alexander Harnisch, Sprecher des Landesjagdverbandes Brandenburg (v.l.). FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Beim „radioeins und RUNDSCHAU Spezial“ aus dem ausverkauften Obenkino in Cottbus ging es diesmal um Lebensräume.

Um die Frage „Wem gehört die Natur“ ist es bei einer Sendung aus der Reihe „radioeins und RUNDSCHAU Spezial“ am Mittwochabend live aus dem Obenkino in Cottbus gegangen. Anlass war die Premiere der Dokumentation „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ von Alice Agneskirchner.

Die Moderatoren Jan Vesper (radioeins) und Jan Siegel (RUNDSCHAU) hatten sich Naturfachleute eingeladen. Mit ihnen und mit dem Publikum im ausverkauften Obenkino diskutierten sie eine Stunde lang das Spannungsverhältnis zwischen  wirtschaftlicher Nutzung und Natur- und Artenschutz. (Die ganze Sendung zum Nachhören gibt es hier)

In Brandenburg dominiert seit geraumer Zeit die Rückkehr des Wolfs die Debatte. So kündigte der Geschäftsführer des Bauernbundes, Reinhard Jung, in dieser Woche an: „Es wird Zeit, dass wir unsere Tiere mit der Waffe in der Hand verteidigen.“

Es waren nicht die oft auch in der RUNDSCHAU zitierten Extrempositionen, die die Live-Debatte im Kino dominierten. Forstfachleute, Jäger, Waldbesitzer und auch ein Biolandwirt akzeptieren den Lebensraum für Wölfe. Sie alle plädieren aber auch für einen sachlichen Umgang mit dem Thema. Wo ein Wolf zur Gefahr oder zum Dauerproblem wird, solle der Umgang mit solchen Tieren eindeutig geregelt werden. Constanze Eiser, die Wolfsbeauftragte aus Finsterwalde, hatte an diesem Abend mit den Waldfachleuten und dem auch leidgeprüften Biolandwirt Frank Michelchen aus Leibsch (Dahme-Spreewald) vier äußerst sachliche Gesprächspartner, die sich offen zeigten für die Suche nach konstruktiven Lösungen.