Der Grund: Stefan Fischer, gebürtiger Cottbuser und Chefredakteur der deutschsprachigen Allgemeinen Zeitung in Windhuk, stellte sein zu Hause, Namibia, den Gästen vor. In einem knapp zweistündigen Vortrag brachte der 46-Jährige den Zuhörern Land und Leute mit vielen interessanten Informationen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Natur näher - untermalt von zahlreichen, eindrucksvollen Bildern.

So erfuhren die Gäste beispielsweise, dass die ehemalige deutsche Kolonie Deutsch-Südwest, das jetzige Namibia, etwa dreimal so groß wie Deutschland ist, aber nur etwa 2,5 Millionen Einwohner hat. Der afrikanische Staat hat seit 20111 mit einer verheerenden Dürre zu kämpfen und wartet sehnsüchtig auf Regen. Touristisch ist Namibia allemal ein lohnendes Ziel. Etliche Gäste dieser Veranstaltung waren selbst schon einmal dort. Der seit 1990 unabhängige Staat hat aber auch Kurioses zu bieten. So gibt es in Windhuk beispielsweise eine Kiekebuscher Straße oder im Kiekebusch-Estate entstehen gerade Luxuswohnungen. Auch deutsches Brauchtum wie der Karneval oder das Oktoberfest werden in Windhuk noch gefeiert. Aber Stefan Fischer sprach auch die großen Kontraste zwischen Arm und Reich an, für die es in absehbarer Zeit wohl kaum Lösungen gibt.

Energie-Club 90-Chef Wolfgang Malth dankte dem Fußball-Fan Fischer aus dem weiten Afrika mit dem Buch "50 Jahre Energie Cottbus".