Die Stadt Cottbus wird bald eine Otto-Enke-Straße haben und damit an den einstigen Fabrikaten erinnern. Ein entsprechender Beschluss steht bei der nächsten Sitzung des Stadtparlaments auf der Tagesordnung. Im Vorfeld ist das Ansinnen von den Abgeordneten mit großem Wohlwollen behandelt worden.

Noch gibt es die Straße nur auf dem Papier

Die Otto-Enke-Straße soll demnach auch in unmittelbarer Nähe des einstigen Wirkungskreises des Fabrikbesitzers liegen. Die Straße existiert derzeit nur auf dem Papier. Sie trägt den Namen Planstraße A/B und liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans Franz-Mehring-Straße/Briesmannstraße. Dort baut die eG Wohnen ein großes Wohn- und Geschäftshaus.

In einem zweiten Bauabschnitt sollen weitere Wohngebäude dahinter entstehen. Die neue Straße soll sowohl diese Grundstücke, als auch die angrenzende Enke-Fabrik erschließen. Der historische Industriebau wird saniert und ist bereits teils als Wohnhaus umgebaut.

Enke erwarb die Fabrik im Jahr 1900

Otto Enke (1867 bis 1945) erwarb die Fabrik im Jahr 1900 und betrieb bis 1947/48 die Großbuchbinderei, Druckerei und Geschäftsbücherfabrik.

Der Bürgerverein Stadtmitte und die Genossenschaft haben der Namensgebung zugestimmt.