Not macht erfinderisch. Das beweist auch Cottbusverkehr in Zeiten der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen. So sind derzeit nicht nur die Kundenzentren des städtischen Verkehrsbetriebes geschlossen. Auch die Busfahrer verkaufen derzeit aus Sicherheitsgründen keine Fahrkarten. Für die Fahrgäste wird es also immer schwieriger an Tickets zu kommen – besonders dann, wenn sie nicht digital unterwegs sind. Deshalb verschickt Cottbusverkehr ab sofort Fahrscheine per Post. Der Sendung liegt die Rechnung bei. Darüber informiert Unternehmenssprecher Robert Fischer.

Hinweise von Fahrgästen

Damit reagiert Cottbusverkehr auf Hinweise der Fahrgäste, da nicht in allen Ortsteilen ein Fahrscheinautomat vorhanden ist. Darüber hinaus haben aufgrund der Vorschriften der Corona-Verordnung derzeit nur noch 15 der 25 Ticket-Verkaufsstellen geöffnet. „Wir suchen nach flexiblen Lösungen“, erklärt der Sprecher. Er versichert, dass kein Fahrgast stehen gelassen werde, wenn er beim Einstieg nicht sofort ein Ticket vorweisen könne. „So hat ein Busfahrer jüngst einen Kunden ohne Fahrschein mitgenommen und ihn an der nächsten Haltestelle mit Automat extra gewartet, damit der Fahrgast das Ticket kaufen und mit dem Bus auch weiterfahren konnte“, erzählt Robert Fischer.

Improvisation ist offensichtlich das Gebot der Stunde. Die Fahrkartenbestellungen können demnach per Post, Fax oder E-Mail aufgegeben werden. Ein entsprechendes Formular findet sich auf der Internetseite unter www.cottbusverkehr.de. Wer nicht online unterwegs ist, könne seine Bestellung auch per Telefon an Cottbusverkehr weitergeben.

Überweisung im Nachhinein

Auch das ist neu: Wer ohne Fahrschein mit Bus oder Straßenbahn unterwegs war, kann seinen Fahrscheinbetrag auch einfach rückwirkend an den städtischen Verkehrsbetrieb überweisen. Alle nötigen Angaben dazu finden sich ebenfalls auf der Internetseite.

Dabei zählt auch für Cottbusverkehr jeder Cent, denn mit Ausbruch der Corona-Pandemie ist das Fahrgastaufkommen um bis zu 60 Prozent eingebrochen. „Diese Einnahmen fehlen uns natürlich“, so Fischer. Die Lücke könne nicht durch den ausgedünnten Fahrplan geschlossen werden.

So erreichen Sie Cottbusverkehr: Im Netz unter www.cottbusverkehr.de, per Telefon unter 0355 2894400, per Fax an 0355 22841 oder per E-Mail unter kuz@cottbusverkehr.de.