Ein wenig ängstlich schauten die jungen Springer zunächst auf die niedrige Plattform und die riesenhafte Schaukel, mit deren Hilfe sie sich bei Dunkelheit hoch bis zu den Baumwipfel emporschwingen sollten. Doch die mit vielen Erklärungen verbundene Prozedur des Anschnallens an die Seile und des Aufsetzens des Schutzhelmes durch Geschäftsführer Holger Köchel und seine Helfer beruhigte die Kinder und ihre Eltern schnell. Noch einmal tief durchatmen, alles noch einmal prüfen und den letzten Hinweis mitnehmen, das Atmen nicht zu vergessen. Dann ging es mit viel Schwung an den Seilen dem sternen glänzenden Himmel und den Wipfeln der hohen Bäume entgegen.
Mit über 50 Kilometern pro Stunde sausten die kühnen Springer durch die Luft, mehr als eine halbe Minute ging es hin und her auf der elf Meter hohen Schaukel. Viele Mädchen, einige Jungen und auch einzelne, von ihren Kindern überredete Mütter nutzten die seltene Gelegenheit zu einem solchen Abenteuer.
Vorher und nachher lockte ein großes Lagerfeuer zum Träumen, Essen und Erzählen. Wen es nach den Blicken in die Flammen wieder in die geheimnisvolle Halloween-Nacht hinauszog, der konnte sich einer der Nachtwanderungen in das Umfeld der Talsperre Spremberg anschließen. Manches Knacken und unheimliche Geräusch erweis sich dabei aber nicht als Geist sondern als Waldbewohner, der beim Schlafen, Jagen oder bei der Futtersuche aufgescheucht wurde.
„Wir wollten die Saison einmal etwas spektakulärer abschließen, da bot sich eine nächtliche Halloweenparty an. Mit so vie len Besuchern hatten wir angesichts der wenigen Werbung für die erste derartige Veranstaltung nicht gerechnet“ , meinte Holger Köchel erfreut. Für die nächsten Jahre hofft er, dass noch einige weitere am Groß Döbberner Strand beheimatete Freizeit-, Gastronomie- und Tourismusbetriebe die Halloweennacht mit eigenen Angeboten bereichern.