Junge Familien mit Kindern fühlen sich in Kolkwitz wohl. Die Gemeinde bemüht sich, familienfreundlich zu sein. Das versichert Bürgermeister Karsten Schreiber auch beim jüngsten Neugeborenen-Empfang. „Kinderlachen ist die schönste Zukunftsmusik“, sagt er. Es fordert die Gemeinde aber auch. Und die Väter und Mütter nehmen auch kein Blatt vor den Mund. Lob und Kritik äußern sie.

Bessere Busverbindung

Juliane Thode und Marco Lehmann aus Gulben sind stolze Eltern von Emilia (sieben Monate). Für den Steiger beim Lausitzer Bergbau-Unternehmen (Leag) und die Kaufland-Mitarbeiterin ist es das erste Kind.

„In unserer Gemeinde können sich Kinder richtig wohl fühlen. Alle wichtigen Einrichtungen sind da: Kindergarten, Schule, Einkaufsmöglichkeiten. Vor allem aber haben wir eine tolle Dorfgemeinschaft“, sagt der junge Vater. „Unsere Emilia wird die Kindertagesstätte in Kunersdorf besuchen. Das einzige, was besser sein müsste, ist die Busverbindung nach Kolkwitz“, stellt Marco Lehmann fest.

Wunsch nach Kinderarzt

Serena und Bernd Leminskis finden Kolkwitz toll: „Hier ist viel Gutes für Familien da. Sogar die weiterführende Schule wird ja jetzt gebaut. Wir wünschten uns nur noch einen Kinderarzt“, sagt sie. Fiete ist im Januar als erstes Kind des Paares in Cottbus zur Welt gekommen. Der Polizist und die Verkäuferin sind nicht zufrieden mit dem Vergabeprozedere für Kita-Plätze: „Das sollte noch mal überdacht werden“, lautet der Appell an Verwaltung und Ratsrunde.

Stefanie Hahn und Falk Heptner, glückliche Eltern der kleinen Hannah, schwärmen von ihrem Heimatort: „Hier ist alles Grün, ruhig, eben kinderfreundlich. Wir haben unser eigenes Haus und haben keine Angst, unsere Hannah im Garten oder auf dem Spielplatz spielen zu lassen“, sagen die Wirtschaftsjuristin und der Mauer übereinstimmend.

Ideales Umfeld für die Familie

Stefanie Hahn lobt die vielen Spielplätze: „Ich war in Dresden und in Berlin und bin gern wieder nach Kolkwitz zurückgezogen, weil ich es einfach für ein ideales Familienumfeld halte.“

Als Michelle Schwede aus Kolkwitz ihrer Mutter Silvia gestand, dass sie schwanger war, dauert der Schock nicht lange an. Die junge Mutter war gerade 15, hatte den Schulabschluss geschafft. Silvia Schwede schaut liebevoll auf Tochter und Enkel. Und Michelle sagt: „Naja, das Kind war nicht geplant, aber jetzt wollen wir Nina Marie nicht mehr hergeben.“ Die 16-Jährige wohnt noch bei der Mutter am Kolkwitzer Klinikum, ihr Freund ist in Cottbus zuhause. Nach der Elternzeit will Michelle eine Lehre beginnen, vielleicht in einer Bank. Kolkwitz hält sie für die beste Umgebung für ihre Tochter: „Die Kita ist da, wir haben Spielplätze, die aber wieder mal eine Frischekur vertragen könnten“.

Baugenehmigung für zehnte Kita

Von der tollen Umgebung ist auch Laura Herbst begeistert. Im April ist Malte Henry geboren. Das strahlt. „Er ist unser Sonnenschein“, sagt Oma Kathrin. Kolkwitz sei toll. „Wir haben alle Kindereinrichtungen, gute Einkaufsmöglichkeiten mit allem fürs Baby“, lobt die Krankenschwester. „Wenn ich das mit Drebkau vergleiche, wo ich wohne, dann hat Kolkwitz eindeutig die Nase vorn“, stellt die glückliche Großmutter fest.

Das Gemeindeoberhaupt verspricht, alles daran zu setzen, „dass das Wort Familienfreundlichkeit mit Leben zu erfüllen“. Mit genügend Kitaplätzen. „Wir sind in der Gemeinde mit neun Kindertagesstätten bestens aufgestellt. Die Baugenehmigung für die zehnte Kita am Bahnhof Nord ist jetzt da“, erklärt Karsten Schreiber. Er zeigt sich zukunftssicher dahingehend, dass die Eltern für „ihren Nachwuchs einen Platz vor der Haustür bekommen“ werden.

Gymnasium mit Sporthalle entsteht

Das gelte auch für die Schule. Neben den zwei Grundschulen entstehe in Kürze eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe mit einer Dreifach-Sporthalle sowie Pausen- und Sportfreiflächen auf Gemeindeland. „Ihre Kinder könnten also mit die ersten sein, die hier ihr Abitur ablegen“, frohlockt Schreiber nach dem harten Kampf um das Bildungshaus.

Ein neues Spielemobil mit Hüpfburg und anderen Geräten will die Gemeinde mit Hilfe von Sponsoren anschaffen. „Und auch die Pflege der Spielplätze haben wir im Blick“, versichert der Bürgermeister den Eltern.


Der Neugeborenen-Empfang hat in Kolkwitz schon Tradition. 75 Kinder hat Einwohnermeldeamt im vergangenen Jahr (von September bis August) registrieren dürfen: 37 Jungen und 38 Mädchen.