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| 16:46 Uhr

Cottbus
Nachkommen von Cottbuser Jagdflieger-Pilot gesucht

Cottbus. Fritz Gerhard Anders schoss 1918 ein französisches Flugzeug ab. An das Geschehen soll erinnert werden. Von Peggy Kompalla

Es ist ein lange vergangener Krieg und doch beschäftigt er die Menschen noch immer – über die Grenzen hinweg. Karl Freudenstein lebt am Niederrhein und widmet sich mit seinen 89 Jahren der Geschichte. Der Erste Weltkrieg und die Region zwischen Reims und Verdun sind dabei sein Hauptaugenmerk. Er unterstützt mehrere Bürgerinitiativen auf französischer Seite. So konnte er bereits helfen, einige Soldaten-Schicksale zu klären. Jetzt führt seine Recherche allerdings weit entfernt der eigenen Heimat – in die Lausitz. Er sucht die Nachkommen eines Piloten, der aus Cottbus stammt.

Karl Freudensein erzählt: „In der Nacht vom 25. zum 26. September 1918 kam es bei dem Ort Epoye – etwa 20 Kilometer ostwärts von Reims – zu einem Luftkampf zwischen einem französischen Flugzeug und einer Maschine der deutschen Jagdstaffel 73. Der deutsche Pilot, der das gegnerische Flugzeug abschoss, war Fritz Gerhard Anders aus Cottbus.“ Nun sucht der Deutsche gemeinsam mit seinen französischen Mitstreitern Nachfahren des Piloten aus der Lausitz. „Die Nachkommen der beiden 1918 umgekommenen französischen Flieger möchten in diesem Jahr am 22. September gemeinsam mit einer örtlichen Bürgerinitiative dem  Ereignis an der Abschussstelle gedenken“, erklärt Karl Freudenstein und fügt an: „Und sie würden dort sehr gern mit Nachkommen oder Verwandten von Fritz Gerhard Anders zusammenkommen.“ Deshalb wendet sich der Senior an die Lausitzer Rundschau und hofft so fündig zu werden.

Folgende Lebensdaten sind von dem Piloten bekannt: Er wurde am 28. August 1889 in Cottbus geboren. Er starb mit nur 30 Jahren am 8. November 1919 und wurde auf dem Berliner Garnisonfriedhof beigesetzt.

Kontakt: Telefon 02831 1328866
oder per E-Mail an
karl.freudenstein@t-online.de