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| 02:33 Uhr

Nachhilfe ist in Cottbus wieder mehr gefragt

Auch Einser-Kandidaten setzten auf Nachhilfe.
Auch Einser-Kandidaten setzten auf Nachhilfe. FOTO: Dan Race/Fotolia
Cottbus. Heute geht die Schule weiter. Die Halbjahreszeugnisse ließen sicher manchen Schüler aufschrecken. Dabei sind es längst nicht nur die Versetzungsgefährdeten, die Hilfe suchen. Auch Einser-Kandidaten sind dabei. sme1

Siegmar Schulz, Leiter des Cottbuser Abacus-Nachhilfe-Instituts, erwartet deshalb einen Anstieg bei den Neuanmeldungen.

"Wir haben auch Schüler, die zum Beispiel ein Medizinstudium anstreben und unbedingt dafür in Mathe eine sichere Eins brauchen", erklärt Schulz. Die Mehrzahl seiner Schützlinge besuchen weiterführende Schulen. Nur gelegentlich seien Grundschüler dabei. "Die möchten Nachhilfe, damit sie eine sichere Empfehlung für das Gymnasium bekommen." Auch Legastheniker oder ADHS-Betroffene suchen bereits im Grundschulalter Unterstützung bei Abacus.

Der Studienkreis am Altmarkt hat bereits vor den Halbjahreszeugnissen einen Anstieg an Nachhilfebedürftigen verzeichnet. Viele Schüler kämen bereits nach den Herbstferien, wenn die ersten Arbeiten geschrieben worden sind, heißt es vom Studienkreis. Aber auch vor den Abschlussprüfungen sei der Bedarf hoch. Den Studienkreis besuchen vorrangig Schüler von der zehnten bis zur 13. Klasse.

Die am stärksten nachgefragten Fächer sind laut der Nachhilfe-Institute Mathematik, Chemie und Physik, gefolgt von Deutsch sowie den Fremdsprachen Französisch und Englisch. Die Ursachen für die Schulprobleme können dabei ganz unterschiedlich sein. Das Top-Nachhilfefach ist beim Studienkreis Mathematik. 90 Prozent der Schüler brauchen dafür Unterstützung.

Birgitt Schmiedchen von der Nachhilfe-Fuchs-Filiale in Cottbus erklärt: "Die Eltern können das nicht mehr, sich nach der Arbeit mit ihren Kindern hinsetzen und bei den Hausaufgaben helfen. Die haben dafür die Nerven nicht."

So unterschiedlich die Ursachen für die Schulprobleme sind, so unterschiedlich sind auch die Ansätze der Nachhilfe-Anbieter. Das Abacus-Institut setzt auf Einzelunterricht zu Hause bei den Schülern. In der gewohnten Umgebung können die Lehrer laut Siegmar Schulz individueller auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen. Beim Studienkreis ist Gruppenunterricht ebenfalls eher die Ausnahme. Die Schüler müssten zumindest das gleiche Stoffgebiet behandeln.

Auch müsse auf das Leistungsniveau geachtet werden. Denn es gibt wie gesagt Schüler, die schon sehr gut sind, aber trotzdem auf Nachhilfe setzen, um eine Eins auf dem Zeugnis zu bekommen. Die könne man nicht gemeinsam mit einem Versetzungsgefährdeten unterrichten.