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| 18:22 Uhr

Cottbus
Nach Waldarbeiten bitten Merzdorfer zur Aussprache

Forstarbeiten im Merzdorfer Stadtwald am Hammergraben haben für Aufregung gesorgt.
Forstarbeiten im Merzdorfer Stadtwald am Hammergraben haben für Aufregung gesorgt. FOTO: Christiane Grandke
Merzdorf. Naturschützer unterstützen verärgerte Anwohner. Der Ortsbeirat fordert eine lückenlose Aufklärung.

Die Merzdorfer sind empört über Waldarbeiten an der Hammergrabensiedlung und die mangelnden Informationen aus der Stadtverwaltung. Deshalb bitten sie in der kommenden Woche am 31. Januar, um 17 Uhr, zur Aussprache in die Siedlerklause. Ortsvorsteherin Christiane Grandke hat einen ganzen Fragenkatalog. Ganz oben: „Wer hat diese Maßnahme beauftragt?“ Im September war ohne Vorwarnung schweres Gerät angerückt. Die Arbeiten sollen noch mindestens einen Monat andauern.

Mittlerweile klärte Umweltamts­chef Stephan Böttcher auf, dass es sich dabei um eine Durchforstung handelt – erstmals nach 45 Jahren. „Das ist keine Willkür oder gar Raubbau, sondern Pflege des Stadtwaldes nach dem Landeswaldgesetz“, beteuerte er im jüngsten Umweltausschuss. Gleichzeitig räumte er mit dem Gerücht auf, wonach der Wald angeblich für den Bau von Eigenheimen gerodet werden sollte. „Das ist schlicht falsch.“

Doch in den Augen der Merzdorfer ist in dem Wald am Hammergraben ein großer Schaden entstanden. „Wie und durch wen soll er beseitigt werden“, will die Ortsvorsteherin wissen. Harald Wilken vom Naturschutzbund hat genau nachgezählt: Demnach wurden 131 Bäume gefällt.

(pk)