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| 17:29 Uhr

Polizeieinsatz in Cottbus
Mutmaßlicher Dieb fällt in Schacht

 Erfolgreiche Fahndung
Erfolgreiche Fahndung FOTO: dpa / Friso Gentsch
Cottbus. Hunde und Feuerwehr verhelfen zwei Tatverdächtigen zur Festnahme.

Ein mutmaßlicher Dieb ist auf der Flucht vor der Polizei nachts bei Ströbitz in einen Wasserschacht gefallen. Wie die Pressestelle der Bundespolizei mitteilt, informierte eine Zeugin die Beamten in der Nacht zum Mittwoch um 1.45 Uhr über zwei verdächtige Personen. Laut dieser Zeugin bugsierte das Duo seine Beute über den verschlossenen Zaun eines Betriebsgeländes der Bahn, um danach zu fliehen.

Die alarmierten Einsatzkräfte fahndeten laut Pressestelle sofort nach den beiden Männern. Kurz darauf entdeckten sie die mutmaßlichen Diebe tatsächlich im Bereich der Gleise am Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn. Mit Hilfe eines Diensthundes fassten die Beamten einen der Fliehenden, einen 53-jährigen Mann.

Sein Begleiter lief zunächst zwar weiter vor ihnen davon. Allerdings kam er nicht weit. Ihn spürte ebenfalls ein Diensthund auf, wie die Bundespolizeidirektion berichtet. Der 27-Jährige steckte in einem Wasserschacht.

Behandlung im Krankenhaus

Mitarbeiter der Cottbuser Feuerwehr befreiten ihn aus seiner Lage. In ihrem Bericht vermerkten sie den Einsatz unter der Kategorie „Technische Menschenrettung“. Als die Feuerwehrleute ihr Werk vollbracht hatten, nahmen die Bundespolizisten auch diesen Mann vorläufig fest.

Die zwei Tatverdächtigen kamen daraufhin zunächst ins Krankenhaus, wo sie von Ärzten behandelt wurden. Die Mediziner stellten bei ihnen Schürfwunden fest. Einer der beiden Männer litt darüber hinaus an einer Unterkühlung, wie aus dem Bericht der Polizei hervorgeht.

In der Nähe des Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn fanden die Polizeibeamten schließlich auch zurückgelassene Kupferspulen. Die weiteren Ermittlungen beleuchten nun die naheliegende Frage, ob es sich dabei um die Beute der Männer handelt.

Verfahren eingeleitet

Die Pressestelle der Behörde teilt mit: „Die Bundespolizei leitete gegen die beiden polnischen Staatsangehörigen Ermittlungsverfahren wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls ein.“ Der 57-Jährige sei den Beamten aus der Vergangenheit bereits wegen ähnlicher Delikte bekannt.