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| 15:41 Uhr

Flyeraktion
Muslime werben in Cottbus für friedlichen Islam

Mitte Imam Iftekhar Ahmed, mit zwei Glaubensbrüdern von Plakaten ihrer „Wir sind Deutschland“-Aktion.
Mitte Imam Iftekhar Ahmed, mit zwei Glaubensbrüdern von Plakaten ihrer „Wir sind Deutschland“-Aktion. FOTO: Simone Wendler
Cottbus. Flyeraktion der Ahmadiyya-Gemeinschaft.

Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinschaft wollen am 3. März und am 24. April mit einer Flyeraktion in allen Cottbuser Ortsteilen für ihre friedliche Auslegung des Islam werben. Wie Iftekhar Ahmed, ein Imam aus Leipzig, ankündigte, soll am 3. März auch ein Infostand in der Innenstadt aufgebaut werden. Je nach Interesse der Bevölkerung könnte auch ein Infoabend in der Stadt folgen.

Die Aktion in Cottbus ist Teil einer deutschlandweiten Initiative unter dem Slogan „Wir sind alle Deutschland“. Unter den geschätzt knapp fünf Millionen Muslimen in der Bundesrepublik ist die Ahmadiyya-Gemeinschaft mit 45 000 Mitgliedern nur eine Splittergruppe, sie gilt jedoch als liberal und offen.  Die Ende des 19. Jahrhunderts in Pakistan entstandene islamische Gruppe lehnt Gewalt strikt ab, befürwortet die strenge Trennung von Staat und Religion und erkennt die deutschen Gesetze uneingeschränkt an. Die Religionsgemeinschaft lehnt einen „heiligen Krieg“ ebenso ab, wie eine Bestrafung von Muslimen, die ihrer Religion den Rücken kehren. Sie ist in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechtes anerkannt.

„Für uns ist der Islam mit dem Grundgesetz und der internationalen Menschenrechtskonvention vereinbar“, sagt Iftekhar Ahmed. Die Gemeinschaft organisiert in deutschen Städten Blutspende- und Straßenputzaktionen zu Neujahr. „Wir wollen damit Deutschland, das uns aufgenommen hat, etwas zurückgeben“, so der Imam.

(sim)