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Niederlausitzer Freundeskreis
Musizieren für einen guten Zweck

Ruth Schneider (Querflöte) und Claudia Kerstan (Cembalo).
Ruth Schneider (Querflöte) und Claudia Kerstan (Cembalo). FOTO: Jannis Ufer/jur1
Cottbus. Arzt, Philosoph, Theologe, Pazifist und sogar Musiker. Die Liste der Verdienste Albert Schweitzers (1875-1965) ist nahezu unerschöpflich. Jannis Ufer / jur1

Der "Niederlausitzer Freundeskreis" des "Albert-Schweitzer-Komitees" hat deshalb zum 26. Mal zu seinem traditionellen Benefizkonzert im Konservatorium Cottbus eingeladen, um eine der ganz großen Persönlichkeiten des letzten Jahrhunderts zu ehren. Dabei sollte der Blick sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft gerichtet werden.

"Wir alle leben geistig von dem, was uns Menschen in bedeutungsvollen Stunden unseres Lebens gegeben haben." Jene Worte von Albert Schweitzer, einem der bedeutendsten Humanisten des 20. Jahrhunderts, spiegeln auf höchst passende Weise die Eindrücke des jährlich im Herbst stattfindenden Benefizkonzerts des "Albert-Schweitzer-Komitees" wider. Mittlerweile zum 26. Mal hat der "Niederlausitzer Freundeskreis" des gemeinnützigen Vereins seine Gäste am vergangenen Donnerstag zu seinem traditionellen Konzertabend im Konservatorium Cottbus eingeladen. Dabei sollte gleichermaßen das herausragende Lebenswerk Albert Schweitzers als auch die ungebrochene Gültigkeit und Bedeutung seines Wirkens bis in die heutige Zeit hervorgehoben werden.

Ganz besondere Bedeutung für das Komitee besitzt dabei der rege Austausch mit Jugendlichen, denen Schweitzers Wirken näher gebracht werden soll. Mit Gina Frommel, Pia Grogorick und Jessica Kröber wurden deshalb auch drei Schülerinnen aus der 9. Klasse des Albert-Schweitzer-Schulzentrums in Vetschau mit der Begrüßung des Publikums betraut. Diese erzählten dabei allerhand Wissenswertes aus Schweitzers Biografie und bezeichneten ihn unter anderem als "einen der einflussreichsten und bewundernswertesten Menschen, die je gelebt haben".

Umso passender erschien es deshalb, dessen Ehrung im Rahmen eines feierlichen Konzerts zu begehen. Schüler des Konservatoriums hatten dazu unter der künstlerischen Leitung von Dorothea Sachse-Felgner ein interessantes und vielfältiges Programm vorbereitet. Als Solisten, im Duett oder im Ensemble unternahmen die jungen Musiker dabei einen unterhaltsamen Streifzug durch die Musikgeschichte. Von Johann Sebastian Bachs "Wer nur den lieben Gott lässt walten" (Kammerchor des Konservatoriums) über Johannes Brahms' "Von ewiger Liebe" (Ye June Park, Bariton / Tom Zisowsky, Klavier) bis Max Regers Orgeltoccata in d-Moll (Joao Segurado, Orgel) wurde den Anwesenden ein abwechslungsreiches Konzert auf hohem Niveau geboten. Dementsprechenden ernteten die Nachwuchssänger und -instrumentalisten einen verdientermaßen großen Applaus des voll besetzten Konzertsaals und sorgten für eine festliche Umrahmung eines gelungenen Abends.

Insgesamt 1706,54 Euro konnte das Albert-Schweitzer-Komitee als Spendeneinnahme des Konzerts verzeichnen, verriet Marlies Drescher, Kassenwartin des "Niederlausitzer Freundeskreises", hocherfreut. Das Geld kommt dem Albert-Schweitzer-Klinikum in Lambaréné zugute.