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Musikalisches Friedensgebet im Cottbuser Menschenrechtszentrum

Musikalisches Friedensgebet im Cottbuser Menschenrechtszentrum: Anlässlich des 9. Novembers 2013, dem 75. Jahrestag der Pogromnacht und des 24. Jahrestag des Mauerfalls haben das Cottbuser Menschenrechtszentrum e.V und der Förderverein Musica Sacra e.V. am gestrigen Samstagabend unter dem Motto ?Herr, erbarme Dich!? zu einem musikalisches Friedensgebet in das frühere Zuchthaus in der Bautzener Straße eingeladen. Sängerinnen und Sänger des Ökumenischen Oratorienchores Cottbus unter der Leitung von Peter Wingrich, das Bläserensemble unter der Leitung von Markus Witzsche sowie Prof. Hans-Jakob Eschenburg (Berlin) ? Cello begleiteten bei Kerzenschein die Besucher auf ihrem Gang durch die einstige Haftanstalt. In der Pentaconhalle leuchteten Kerzen des Gedenkens Auf einem Zeitstrahl von 1938 bis 1989 und fortlaufend bis 2013 stand für jedes Jahr eine Kerze im Gedenken an die Opfer dieses Jahres. Jahreszahlen, auf den Fußboden geschrieben, gaben für die Besucher die zeitliche Orientierung. Die Gäste des Friedensgebetes hatten die Möglichkeit, Gedenk-Kerzen dazuzustellen, jeweils an der Jahreszahl, die sie persönlich mit einem bekannten oder auch unbekannten Opfer verbinden. Im Hof wurde zuvor an Werner Greiffendorf erinnert. Am 19. Oktober 1978 übergoss Werner Greiffendorf bei einem Freigang seine Kleidung mit Farbverdünner und entzündete sie. Bevor er unter den Flammen zusammenbrach, rief er ?Freiheit!?. Mithäftlinge stürzten sich auf ihn und versuchten, die Flammen zu ersticken. Er verstarb drei Wochen später. Superintendentin Ulrike Menzel sprach Gedenkworte zur Andacht. Das Friedensgebet wurde gemeinsam vom Förderverein Musica Sacra e.V. und dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. organisiert. Partner waren der Ökumenische Oratorienchor Cottbus und Musiker aus dem Kirchenkreis Cottbus. Das Friedensgebet endete mit dem sonnabendlichen 18-Uhr-Glockenläuten in den Kirchen der Stadt. Foto: Michael Helbig/mih1
Musikalisches Friedensgebet im Cottbuser Menschenrechtszentrum: Anlässlich des 9. Novembers 2013, dem 75. Jahrestag der Pogromnacht und des 24. Jahrestag des Mauerfalls haben das Cottbuser Menschenrechtszentrum e.V und der Förderverein Musica Sacra e.V. am gestrigen Samstagabend unter dem Motto ?Herr, erbarme Dich!? zu einem musikalisches Friedensgebet in das frühere Zuchthaus in der Bautzener Straße eingeladen. Sängerinnen und Sänger des Ökumenischen Oratorienchores Cottbus unter der Leitung von Peter Wingrich, das Bläserensemble unter der Leitung von Markus Witzsche sowie Prof. Hans-Jakob Eschenburg (Berlin) ? Cello begleiteten bei Kerzenschein die Besucher auf ihrem Gang durch die einstige Haftanstalt. In der Pentaconhalle leuchteten Kerzen des Gedenkens Auf einem Zeitstrahl von 1938 bis 1989 und fortlaufend bis 2013 stand für jedes Jahr eine Kerze im Gedenken an die Opfer dieses Jahres. Jahreszahlen, auf den Fußboden geschrieben, gaben für die Besucher die zeitliche Orientierung. Die Gäste des Friedensgebetes hatten die Möglichkeit, Gedenk-Kerzen dazuzustellen, jeweils an der Jahreszahl, die sie persönlich mit einem bekannten oder auch unbekannten Opfer verbinden. Im Hof wurde zuvor an Werner Greiffendorf erinnert. Am 19. Oktober 1978 übergoss Werner Greiffendorf bei einem Freigang seine Kleidung mit Farbverdünner und entzündete sie. Bevor er unter den Flammen zusammenbrach, rief er ?Freiheit!?. Mithäftlinge stürzten sich auf ihn und versuchten, die Flammen zu ersticken. Er verstarb drei Wochen später. Superintendentin Ulrike Menzel sprach Gedenkworte zur Andacht. Das Friedensgebet wurde gemeinsam vom Förderverein Musica Sacra e.V. und dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. organisiert. Partner waren der Ökumenische Oratorienchor Cottbus und Musiker aus dem Kirchenkreis Cottbus. Das Friedensgebet endete mit dem sonnabendlichen 18-Uhr-Glockenläuten in den Kirchen der Stadt. Foto: Michael Helbig/mih1 FOTO: Michael Helbig/mih1 (Michael Helbig/mih1)
Cottbus. Anlässlich des 9. Novembers 2013, dem 75. Jahrestag der Pogromnacht und des 24. Jahrestag des Mauerfalls haben das Cottbuser Menschenrechtszentrum e.V und der Förderverein Musica Sacra e.V. am gestrigen Samstagabend unter dem Motto „Herr, erbarme Dich!“ zu einem musikalisches Friedensgebet in das frühere Zuchthaus in der Bautzener Straße eingeladen.

Sängerinnen und Sänger des Ökumenischen Oratorienchores Cottbus unter der Leitung von Peter Wingrich, das Bläserensemble unter der Leitung von Markus Witzsche sowie Prof. Hans-Jakob Eschenburg (Berlin) - Cello begleiteten bei Kerzenschein die Besucher auf ihrem Gang durch die einstige Haftanstalt. In der Pentaconhalle leuchteten Kerzen des Gedenkens Auf einem Zeitstrahl von 1938 bis 1989 und fortlaufend bis 2013 stand für jedes Jahr eine Kerze im Gedenken an die Opfer dieses Jahres.

Jahreszahlen, auf den Fußboden geschrieben, gaben für die Besucher die zeitliche Orientierung. Die Gäste des Friedensgebetes hatten die Möglichkeit, Gedenk-Kerzen dazuzustellen, jeweils an der Jahreszahl, die sie persönlich mit einem bekannten oder auch unbekannten Opfer verbinden.

Im Hof wurde zuvor an Werner Greiffendorf erinnert. Am 19. Oktober 1978 übergoss Werner Greiffendorf bei einem Freigang seine Kleidung mit Farbverdünner und entzündete sie. Bevor er unter den Flammen zusammenbrach, rief er "Freiheit!". Mithäftlinge stürzten sich auf ihn und versuchten, die Flammen zu ersticken. Er verstarb drei Wochen später.

Superintendentin Ulrike Menzel sprach Gedenkworte zur Andacht. Das Friedensgebet wurde gemeinsam vom Förderverein Musica Sacra e.V. und dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. organisiert. Partner waren der Ökumenische Oratorienchor Cottbus und Musiker aus dem Kirchenkreis Cottbus. Das Friedensgebet endete mit dem sonnabendlichen 18-Uhr-Glockenläuten in den Kirchen der Stadt.