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Musik-Reise zu Aladdin und nach Oregon

Die Mitglieder des Blasorchesters Cottbus freuen sich am Sonntag auf viele Musikfreunde zum Frühlingskonzert in der Theaterscheune.
Die Mitglieder des Blasorchesters Cottbus freuen sich am Sonntag auf viele Musikfreunde zum Frühlingskonzert in der Theaterscheune. FOTO: Verein
Cottbus. Einer schönen Tradition folgend, lädt das Blasorchester Cottbus am Sonntag, 21. Mai, zum Frühlingskonzert ein. Antje Posern

In der Theaterscheune erwartet die Besucher ab 16 Uhr sogar eine Uraufführung. Das Werk stammt vom Cottbuser Komponisten Hans Hütten, mit dem das Blasorchester eng verbunden ist. Es sei im Auftrag einer Kunstschule geschrieben worden, beschreibt Markus Witzsche, der künstlerische Leiter des Blasorchesters. Ungewöhnlich und sehr selten sei die Besetzung: zwei Querflöten, Trompete und Klavier. Die Zuhörer dürfen gespannt sein.

Für das weitere Programm haben die Musiker um Markus Witzsche eine anspruchsvolle Auswahl aus ihrem inzwischen rund 450 Titel umfassenden Repertoire zusammengestellt. Eröffnen werden sie das Frühlingskonzert mit dem Stück "Oregon", einer Fantasie für Orchester des niederländischen Komponisten Jacob de Haan, das die Zuhörer in die Weiten des gleichnamigen US-amerikanischen Bundesstaates versinken lässt. Es folgen Werke von John Philip Sousa, Ludwig von Beethoven sowie Kammermusikstücke, unter anderem von Leiter Markus Witzsche. Für beste Stimmung dürften zwei Polkas von Walzerkönig Johann Strauß sowie zwei Tänze aus den Slawischen Tänzen von Antonin Dvorak sorgen. In eine Zauberwelt entführt das Blasorchester mit Musik aus dem Disney-Erfolgsmusical "Aladdin", die erst in diesem Jahr ins Repertoire aufgenommen wurde.

Neben dem Frühlingskonzert ist das Blasorchester Cottbus unter anderem regelmäßig bei den Jugendweihen in Cottbus, beim Umzug des Burger Heimat- und Trachtenvereins und beim Weihnachtskonzert in der Oberkirche zu hören. "Wir verstehen uns nicht als Blaskapelle, die die bekannten Polkas und Märsche spielt. Wir bewegen uns auch in eine andere Richtung, spielen sinfonische Blasmusik und Filmmusik", umreißt Vorstandsmitglied Lothar Naglatzki die Ausrichtung des Vereins.

18 feste Mitglieder zählt das Blasorchester Cottbus derzeit - der jüngste Musiker ist 19, das älteste Mitglied 71 Jahre alt. Neue Mitstreiter sind jederzeit willkommen. Geprobt wird jeweils montags von 18.45 bis 21 Uhr auf dem BTU-Campus in der Lipezker Straße. "Wir dürfen hier den Konzertsaal des Lehrstuhls für Gesangs- und Instrumentalpädagogik nutzen", sagt Lothar Naglatzki. Und verweist auf eine Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg, die es Studenten in Zusammenarbeit mit dem Blasorchester ermöglicht, den benötigten Orchesterschein zu erlangen. Bei der Suche nach Blasmusikerzuwachs arbeite der Verein zudem mit der Acadamy of Music in Sandow zusammen, so Lothar Naglatzki: "Wir bieten Schülern die Möglichkeit, bei uns mitzuspielen. Wir wiederum erhoffen uns ausgebildeten Nachwuchs."

Das Orchester existiert bereits seit 1964. Damals fanden sich einige Blechbläser unter der Leitung von Herbert Brätsch zusammen. Hans Hütten übernahm dann 1970 gemeinsam mit zwei Pädagogen die Leitung und formierte die Bläser zu einem Spitzenorchester im Bereich der Jugendblasmusik. Auch mit dem Neuaufbau nach der Wende hat sich das Blasorchester Cottbus erfolgreich entwickelt. Markus Witzsche hat seit 2010 die künstlerische Leitung, nachdem er 1999 als Trompeter hier seine Laufbahn begonnen hatte.

Frühlingskonzert, 21. Mai, 16 Uhr, Theaterscheune Cottbus; Kartenreservierung vorstand@boc-ev.de; die Tageskasse öffnet um 15 Uhr