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| 17:59 Uhr

Spree-Neiße
„In Stein gemeißelt – Museen und ihre Gebäude“

Mitglieder des Historischen Vereins zu Peitz schleifen die Fensterrahmen ab, damit sie neu gestrichen werden können. Am Sonnabend werden sie ihr Vereinshaus mit neuen Fenstern in der Peitzer Mauerstraße in der Museumsnacht präsentieren.
Mitglieder des Historischen Vereins zu Peitz schleifen die Fensterrahmen ab, damit sie neu gestrichen werden können. Am Sonnabend werden sie ihr Vereinshaus mit neuen Fenstern in der Peitzer Mauerstraße in der Museumsnacht präsentieren. FOTO: Marion Hirche
Spree-Neiße. Elf Museen und Einrichtungen im Kreis machen den Auftakt zu den „Museumsnächten“. Von Marion Hirche

Die Muesumsnächte im Lausitzer Museenland sind längst eine Tradition geworden. In diesem Jahr gibt es eine Neuerung: Die 30 teilnehmenden Einrichtungen werden nicht alle am ersten Septembersonnabend ihr Veranstaltungsangebot machen, sondern auch an den darauffolgenden Wochenenden bis zum 23. September. Am ersten Septembertag gestalten elf Museen interessante Programme. Das Motto der diesjährigen Museumsnächte lautet: „In Stein gemeißelt- Museen und ihre Gebäude“.

Passend dazu wird der Historische Verein zu Peitz seine Ausstellung im Vereinshaus in der Mauerstraße 14 vorstellen. „Wir haben schon Erfahrung mit historischen Gebäuden, haben uns beim Peitzer Festungsturm und bei der Malzhausbastei eingebracht. Seit 2010 kümmern wir uns um unser Vereinshaus“, ist vom Vereinsvorsitzenden Christoph Malcherowitz zu erfahren. Der Verein hat im Januar 2010 ein altes Wohnhaus in der Peitzer Mauerstraße gekauft und es seitdem von Grund auf saniert. Eine Ausstellung zur Peitzer Geschichte mit vielen wertvollen Exponaten wurde aufgebaut. In diesem Jahr wurden beim letzten Arbeitseinsatz Risse im Mauerwerk beseitigt und die Fenster wurden neu gestrichen. „Wir wollten alles schön haben zur Museumsnacht“, betont Vereinsmitglied Andreas Pfennig.

An diesem Sonnabend sind nun Interessenten hier im Vereinshaus am Pulverturm willkommen. Zwischen 18 und 22 Uhr gibt es Führungen durch das Haus. Das Bronzezeit-, das Mittelalterzimmer, die Wachstube, und die Folterkammer werden gezeigt. Es wird über die Peitzer Festungsgeschichte berichtet und es wird Wissenswertes über die Zeit Friedrich des Großen vermittelt. Das Alles natürlich in angenehmer Atmosphäre. Die Peitzer Historiker verbindet schon länger eine Freundschaft mit den Granoer Weinbauern, die an diesem Abend zum Tragen kommt. Auf der „Peitzer Weinmeile“ auf dem Hof des Vereinshauses können die Traubengetränke gekostet werden. Es gibt Kesselgulasch, Schmalzstullen, Bier und alkoholfreie Getränke. Sogar tanzen ist im Innenhof möglich. Museumsnachtschwärmen sind willkommen.

Wer mehr an dem Abend erleben will, der ist aber auch im Wendisch-deutschen Museum in Jänschwalde, im Erlebnispark Teichland, im Heimatmuseum „Kolasko“ in Drachhausen und im Peitzer Festungsturm im Amt Peitz willkommen.

Auch die Heimatstube in Groß Kölzig, das Feuerwehrmuseum Welzow, das Niederlausitzer Heidemuseum in Spremberg, das Stadt- und Industriemuseum Guben, die Ausstellung „Gubener Tuche und Chemiefasern“ und die Sorbische Webstube Drebkau bieten am 1. September Informatives. Das Heimatmuseum Dissen feiert bereits ab Nachmittag mit Musik, Literatur, Modenschau und Kunstmarkt sein 35-jähriges Bestehen.