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Geld
Müllgebühren sollen sinken

Cottbus. Der Müll wird billiger – das kündigt der zuständige Dezernent bei der Stadt Cottbus, Thomas Bergner (CDU), an. Als Beispiel nennt er den Jahrespreis für die 14-tägige Entsorgung eines 60-Liter-Restmüllbehälters: Statt aktuell 72,28 Euro werden ab 2018 nur noch 69,68 pro Jahr fällig. red/dsf

Grund für die Preissenkung sind laut Bergner geringere Entsorgungsgebühren für die Anlieferung von Abfällen und eine Überdeckung aus dem Jahr 2016. Obwohl die mit der Abfallentsorgung beauftragte Firma Alba höhere Entgelte aufrufe, sinke der Preis im Ganzen für den Bürger.

Auch die Errichtung des Wertstoffhoffes in der Hegelstraße in Sachsendorf wird die Gebühren nicht in die Höhe treiben. In die aktuelle Abfall-Gebührensatzung sei der Hof bereits eingerechnet. Außerdem, das kündigt Bergner auch an, seien blaue Tonne, die Abholung von Sperrmüll, Schrott und Elektrogeräten am Grundstück und die Annahme geringer Mengen gefährlicher Abfälle durch die Gebühren gedeckt.

Insofern, sagt der Dezernent, könne er nicht verstehen, wie viel Energie manche Cottbuser in das illegale Entsorgen von Abfällen auf Feldern und in Wäldern verwendeten, während ein Großteil des Mülls doch legal und ohne weitere Kosten ab zu Hause entsorgt werden könne. Aus anderen Kommunen erhalte Cottbus mitunter sogar Anerkennung für die Organisation und Finanzierung der Abfallentsorgung, berichtet Bergner.

Nicht mehr möglich wird ab kommendem Jahr die Entsorgung am Grundstück von Nachtspeicherheizgeräten und Fotovoltaik-Modulen. Die seien künftig vom Einsammeln und Transport ausgeschlossen und müssten - wie alle anderen "überlassungspflichtigen Abfälle" an der Umladestation abgegeben werden, kündigt der Dezernent an. Dafür werden zwar Gebühren fällig, aber auch die sinken im kommenden Jahr. 112,94 Euro pro Tonne kostet die Abgabe an der Umladestation, Kleinmengen bis 40 Kilogramm kosten pauschal vier Euro. Für die Sperrmüllentsorgung an der Umladestation werden 100,56 Euro pro Tonne fällig.