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Mit Urban Art zieht Künstlergruppe hinaus in die Welt

Eine junge Frau posiert in der Ausstellung, die voriges Jahr in Prag stattgefunden hat.
Eine junge Frau posiert in der Ausstellung, die voriges Jahr in Prag stattgefunden hat. FOTO: René Lewandowski
Cottbus. Alle Wege führen nach Rom. Das haben sich auch die Künstler des Urban-Art-Teams Cottbus gesagt. Am heutigen Samstag machen sich Robert Posselt, Carlo Beley, Oliver Brotzmann und Christian Baumeier gemeinsam mit dem Münchner Samuel Feustel auf den Weg in die ewige Stadt. Im Gepäck haben sie Street-Art-Malerei sowie Fotos von Freiluftobjekten. Ulrike Elsner

Urban Art, eine moderne Form der Kunst im öffentlichen Raum, bezieht ihre Energie aus den Städten und entfaltet dort auch ihre Wirkung. Vor diesem Hintergrund begibt sich das Cottbuser Urban-Art-Team, dem auch Künstler aus Berlin, Dresden, München und Greifswald angehören, einmal im Jahr hinaus in die Welt.

Nach Zagreb und Prag ist diesmal Rom Ziel des aktuellen Ausstellungsprojekts. "Die Gruppe hat Werke weiterer Street-Art-Künstler im Gepäck", berichtet Robert Posselt. "In einer einwöchigen von der historisch und kulturell bedeutsamen Umgebung inspirierten Schaffensphase vor Ort sollen die Werke zu einer Ausstellungsinstallation im urbanen Raum verwandelt werden."

In einer ersten Phase muss ein geeigneter Platz gefunden werden. Die Präsentation darf laut Robert Posselt weder illegal noch dezent sein, sondern muss öffentlich und für jedermann gut sichtbar sein. Auch widerspreche es den Regeln der Street Art, zuvor bei den Behörden eine Genehmigung einzuholen.

Aam 29. und 30. Oktober soll die Ausstellung präsentiert werden. Zudem wird eine Dokumentation der Arbeit in Rom angefertigt, die ebenso wie die zurückgebrachten Originalkunstwerke im Dezember in einer Urban-Art-Ausstellung in Cottbus gezeigt werden. Wichtig sei dabei das, "was die Bilder erlebt haben", betont Posselt, wie Gebrauchsspuren oder möglicherweise Verlorengegangenes. Am Ende sollen zwölf der in Rom gezeigten Kunstwerke in einem Kalender für das Jahr 2017 veröffentlicht werden.

Gern erinnert sich das Team an das Vorjahresprojekt in Prag. "Wir haben eine Unterführung in der Nähe der Innenstadt gesäubert und dann unsere mitgebrachten Werke für einen Tag ausgestellt", berichtet der Urban-Art-Künstler. Passanten haben sich die Bilder angeschaut und sogar davor für Fotos posiert. René Lewandowski hat die verschiedenen Ausstellungsphasen im Foto festgehalten.

So oder ähnlich soll auch das Rom-Projekt ablaufen. "Allerdings sind wir für alles offen und lassen uns von den Gegebenheiten vor Ort überraschen", betont Posselt.

Aus den bisherigen Aktionen haben sich für das Cottbuser Team internationale Kontakte ergeben. "Wir sind ein weiteres Mal nach Zagreb eingeladen worden und haben auch Leute von dort hier begrüßen können", berichtet der Künstler. Auch von ihrem Besuch in Rom versprechen sich die Cottbuser eine solche Resonanz.

Aktuelle Berichte und Kommentare gibt es ab dem 23. Oktober: www.urbanartteam.blogspot.de