| 02:32 Uhr

Mit Sport gegen Stadthallen-Ärger

Mit diesen Schildern wird auf das Alkoholverbot in der Innenstadt hingewiesen.
Mit diesen Schildern wird auf das Alkoholverbot in der Innenstadt hingewiesen. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Die Stadt will mit Sport- und Spielangeboten vor der Stadthalle und im Puschkinpark Streitereien unter Jugendlichen entgegenwirken. Darüber informierte Ordnungsamtsleiter Manfred Geißler am Donnerstagabend den Rechtsausschuss. Peggy Kompalla

Das sei mit den Trägern der Jugendhilfe in der vergangenen Woche abgesprochen worden. Die Angebote soll es noch im Juni geben. Damit setzt die Stadt ihr angekündigtes Präventionsprogramm um. Zum Monatsbeginn trat bereits das Alkoholverbot in der Innenstadt in Kraft. Grund für die Maßnahmen waren die zunehmenden gewalttätigen Streitigkeiten unter Jugendlichen, bei denen zumeist Alkohol im Spiel war. Schwerpunkt waren der Stadthallenvorplatz und der Puschkinpark.

"Wir wollen ja nicht, dass die Plätze leer sind", betonte Geißler. Deshalb die Sportangebote. Nach zwei Wochen Alkoholverbot und verstärkte Kontrollen zieht er eine positive Bilanz. "Es ist eine Entspannung spürbar." Es würden deutlich mehr Ansprachen gehalten, als Platzverweise ausgesprochen. "Bislang gibt es keinen Widerstand gegen das Verbot", so Geißler. Dennoch rechnet er mit einer Verdrängung der Personengruppen, weshalb das Streetwork - also die Straßensozialarbeit - wichtig sei. "Die Mitarbeiter kümmern sich nicht nur um die Jugendlichen, sondern alle Altersgruppen."

Das Alkoholverbot ist während des Stadtfestes aufgehoben. Polizei und Ordnungsamt setzen ihre Kontrollen fort.