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Mit Leib und Seele Feuerwehrmann

Der Burger Manfred Karolczak wurde diese Woche zum Ehrenamtsbrandmeister von Burg ernannt.
Der Burger Manfred Karolczak wurde diese Woche zum Ehrenamtsbrandmeister von Burg ernannt. FOTO: Hirche/jul1
Burg. Nach 23 Jahren ist der Burger Amtswehrführer Manfred Karolczak aus dem Amt geschieden. Im Herbst 2016 ist er zurückgetreten. Marion Hirche / jul1

Sein Amt hat Marcus Weber übernommen. Die Kameraden haben ihrem langjährigen Chef einen bewegenden Abschied mit Zapfenstreich beschert. Jetzt ist er für sein Wirken auch vom Amt gewürdigt worden. Er wurde zum 1. Ehrenamtsbrandmeister des Amtes Burg ernannt.

Jan Bostelmann, stellvertretender Amtsbrandmeister, ließ in seiner Laudatio noch einmal das Wirken des Burgers Revue passieren. Er erinnerte an die Gründung der Burger Amtsfeuerwehr: "Sie wurde am 21. Juni 1993 gegründet. Manfred, der damals Burger Ortswehrführer war, übernahm die Führungsposition, sein Stellvertreter wurde Ortwin Jank aus Werben. Damals gab es zwölf Ortswehren, die zusammenwachsen sollten. Die Technik und die Gerätehäuser waren nicht besonders, aber der Chef musste die Einsatzbereitschaft herstellen." Manfred Karolczak schaffte das. Er half beim Besorgen von neuen Fahrzeugen, zunächst kamen nicht mehr ganz moderne Autos aus westlichen Gefilden, die wurden dann in den Ruhestand geschickt, und das Amt finanzierte Schritt für Schritt neue Fahrzeuge. Auf Vorschlag des Amtsbrandmeisters wurden mit Bestätigung des Amtsausschusses in Burg-Dorf, Burg-Kauper und Briesen neue Feuerwehrgerätehäuser gebaut. Die alten Gebäude in Striesow, Schmogrow und Werben wurden grundhaft saniert. Geplant sind noch Neu- und Umbauten für Fehrow, Müschen und Dissen. "Als Träger Brandschutz können wir die notwendigen Gelder für die Fahrzeuge und Ausstattung der Feuerwehren bereitstellen. Ohne die Feuerwehrkameraden jedoch, die im Laufe eines Jahres ungezählte Stunden im Rahmen der Ausbildung, bei Übungen und auch bei Einsätzen investieren, würde selbst das neueste und modernste Fahrzeug zur Kulisse", betonte die Amtsdirektorin Petra Krautz kürzlich und dankte Manfred Karolczak und allen Feuerwehrleuten.

Der jetzige Ehrenamtsbrandmeister hat den Zusammenhalt der Kameraden entwickelt. Er hat Schulungen organisiert. Amtsausscheide, gemeinsame Übungen und Jugendlager haben der Gemeinschaft gedient. Heute gibt es im Amt Burg 420 Feuerwehrmitglieder, darunter 238 aktive Kameraden. Die Kinder- und Jugendfeuerwehren haben 138 Mitglieder. Die Einsätze gehen heute über die Brandbekämpfung hinaus. Technische Hilfeleistungen gehören ebenso dazu wie die Einsätze bei Veranstaltungen des Amtes. So erlebt man die Wehr bei der Sagennacht und beim Adventsfest, beim Heimat- und Trachtenfest und bei der Nacht der Kürbisgeister. Ob ein verwirrter Storch in der Siedlerstraße oder ein Feuer zu dicht an Nachbars Zaun - Manfred Karolczak war immer im Einsatz. Er hatte dabei stets die Rückendeckung seiner Familie. Nach seiner Auszeichnung mit diesem besonderen Titel bedankte er sich bescheiden und betonte: "Ich werde auch weiterhin immer für die Feuerwehr da sein."