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Nacht der kreativen Köpfe
Mit der Rundschau durch die kluge Nacht in Cottbus

Mit der RUNDSCHAU-Tram können Besucher heute bei der Nacht der kreativen Köpfe in Cottbus unterwegs sein.
Mit der RUNDSCHAU-Tram können Besucher heute bei der Nacht der kreativen Köpfe in Cottbus unterwegs sein. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. In Cottbus öffnen sich heute Abend ab 18 Uhr die Türen zahlreichen Einrichtungen zur Nacht der kreativen Köpfe. Die RUNDSCHAU ist mit dabei und berichtet im Liveticker, wo gerade was los ist. Hier gibt es vorab schon einmal alle nötigen Infos: Von Bodo Baumert und Peggy Kompalla

Safety Fürst! – so lautet das Motto der diesjährigen Nacht der kreativen Köpfe. In Anspielung an den englischen Spruch „Safety first – Sicherheit zuerst“ wird Fürst Pückler zum Superhelden, der in dieser Nacht für ein Mindesthirn sorgt. Darüber freut sich Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) und erklärt: „Der Verkleidungskünstler Fürst Pückler im Gewand eines Superhelden – da kann nichts schiefgehen. Er wird nicht alle unsere Probleme lösen können. Aber der Urahn war einer, der die neuen Herausforderungen beherzt, mutig und zielgerichtet angenommen hat. Darin ist er uns Vorbild.“ Und wie unterschiedlich das Thema Sicherheit in Cottbus angegangen wird, zeigt diese Nacht, die sagenhafte 190 Programmpunkten an 20 Orten bietet. Da ist Neugierde gefragt, aber auch Durchhaltevermögen. Den Strategen unter den Besuchern sei eine vorherige Planung ans Herz gelegt. Als kleine Hilfe hat der Veranstalter sieben Routen zusammengestellt:

ROUTE 1 schickt abenteuerliche Spürnasen und Detektive zum Tatort an der BTU mit Fliegenalarm, danach ins Stadthaus, wo die Polizei Besucher schlauer als den Klauer macht. Weiter geht's mit mörderischen Szenen in der Kammerbühne und mit den Handwerkern Einbrechern auf die Spur. Am Amtsgericht führt der Weg von der Zelle zur Anklagebank und bei der Leag werden Diebe mit einem Flugroboter verfolgt.

Der Plan für die Nacht
Der Plan für die Nacht FOTO: LR

ROUTE 2 ist ideal für Menschen, die unsere Helden der Stadt kennenlernen wollen. Los geht in der Katastrophenschutzwache der Feuerwehr, wo alle Retter vereint sind und ihre Arbeit und Technik vorstellen. Im Carl-Thiem-Klinikum (CTK) gibt es Tipps von Notfallmedizinern für die Erste Hilfe, im Menschenrechtszentrum kann der Haftalltag in einer Diktatur erlebt werden. In der Oberkirche stellen Seelsorger ihre Arbeit vor. Im Amtsgericht wird das Schöffenamt zum Erlebnis und im Stadthaus zeigt die Feuerwehr, wie schnell sich Rauch im Wohnhaus ausbreitet.

ROUTE 3 ist für Menschen mit starkem Sicherheitsbedürfnis gedacht. Im Autohaus Cottbus hilft der Pilot beim Einparken, Tüv Rheinland lässt alle sicher fahren, in der Oberkirche bekommt die Seele eine ruhige Einkehr, bei der Industrie- und Handelskammer können Geldblüten und Schmuggelware in Augenschein genommen werden, bei den Handwerkern gibt es Sicherheitstipps gegen Blitzschläge, das Lernzentrum bietet Sicherheit für junge Weltentdecker und im Stadthaus dreht sich alles um den Einbruchsschutz.

ROUTE 4 ist für Schatzjäger, Nerds und Superhirne gedacht. Im Bahnwerk gibt es Einblicke in die Technik der DB Netz AG, bei Siemens wird für die Energiewende geforscht, Octapharma verrät, was mit dem Blutplasma geschieht, bei der Industrie- und Handelskammer steht ein Auto Kopf, im Stadtmuseum geht es um die Geschichte der Cottbuser Stadtmauer und im Autohaus Cottbus können DDR-Polizeiautos inspiziert werden.

ROUTE 5 ist ideal für Familien. Bei der Leag braucht es Geschicklichkeit um Codes zu knacken, bei der Feuerwehr stellen sich die Retter von morgen vor, bei der Industrie- und Handelskammer wird ein Sprung vom Balkon gewagt. Beim Tüv geht es unter Spannung weiter, an der BTU gibt es mit Physik undercover, im Lernzentrum darf bei Spielen mitgezittert werden und beim Bahnwerk fliegt eine Lok.

ROUTE 6 ist für Erwachsene. In der JVA Dissenchen gibt es eine Führung durch die Anstalt, beim Menschenrechtszentrum verarbeitet der Sänger Detlef Jablonski seine Erfahrung als politischer Häftling in der DDR. Beim CTK steht Hygiene im Mittelpunkt, an BTU geht es auf Leichensuche, in der Kammerbühne werden Morde überlebt und im Lernzentrum gibt es Filmgeschichte und Kunst.

ROUTE 7 ist für Leute auf Suche nach beruflichen Herausforderungen. Am Amtsgericht werden die Berufe des Justizfachangestellten und Rechtspflegers vorgestellt, im Stadthaus die Arbeit der Polizei, am CTK informiert die Medizinische Schule. Das Bahnwerk berichtet von seinen Ausbildungsberufen, genauso wie die Feuerwehr, das Handwerk und die Industrie- und Handelskammer. Der Tüv Rheinland stellt seine Berufe vor, Siemens, die JVA, Leag und das Lernzentrum. Das Menschenrechtszentrum informiert über Praktika und den Bundesfreiwilligendienst.

UNTERWEGS MIT DER RUNDSCHAU-BAHN Gemeinsam mit Cottbusverkehr schickt die LAUSITZER RUNDSCHAU eine Event-Bahn in die Spur. Sie pendelt in der Nacht der kreativen Köpfe zwischen Sandow und Sportzentrum. Die blaue Linie bringt die Besucher zur Industrie- und Handelskammer, Oberkirche, Handwerkskammer, Stadthaus, Polizei, Octapharma und Leag.

Fahrgäste können selbst während der Tour zur nächsten Station aktiv werden. Sie können ihre eigenen Schlagzeilen machen und an eine Scheibe der RUNDSCHAU-Bahn schreiben. Mit etwas Glück wird der Themenvorschlag von den Lokalredakteuren aufgegriffen und landet in den darauf folgenen Tagen tatsächlich in der Zeitung. Außerdem steht im hinteren Teil der Straßenbahn eine Fotobox, in der die Fahrgäste lustige Erinnerungsfotos für sich, Freunde und Familie machen lassen können.