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| 18:17 Uhr

Auf Tour
Mit dem Tandem vom Ostsee zur Ostsee

 Roland Töppel (r.) will mit seinem Freund Andreas Filert aus Berlin für einen guten Zweck von Cottbus zur Ostsee und zurück radeln. Michael Doll, der Geschäftsführer des ambulanten Malteser Hospizdienstes Cottbus, hat sich zur Probefahrt bereiterklärt.
Roland Töppel (r.) will mit seinem Freund Andreas Filert aus Berlin für einen guten Zweck von Cottbus zur Ostsee und zurück radeln. Michael Doll, der Geschäftsführer des ambulanten Malteser Hospizdienstes Cottbus, hat sich zur Probefahrt bereiterklärt. FOTO: Marion Hirche
Cottbus. Roland Töppel aus Cottbus und Andreas Filert aus Berlin starten auf eine große Tandemtour. Die Radler sammeln Kilometer-Geld für den ambulanten Malteser Hospizdienst in Cottbus. Von Marion Hirche

Roland Töppel aus Cottbus und Andreas Filert aus Berlin starten in wenigen Tagen eine große Tandem-Radtour. Die Radler werden vom Aussichtsturm am Cottbuser Ostsee in Merzdorf bis zum Kap Arkona und zurück fahren.

„Da kommen so etwa 1000 Kilometer zusammen“, erklärt der 65-jährige Lausitzer. In die Pedale getreten wird für den guten Zweck. „Wir sammeln Spenden für den ambulanten Malteser Hospizdienst. Für jeden gefahrenen Kilometer können uns Sponsoren Geld geben. Dabei ist jeder Euro willkommen“, erklärt der Cottbuser Pensionär.

Mit der Tour verwirklichen sich die Freunde einen Jugendtraum. Schon 1972 wollten sie gemeinsam zur Ostsee radeln. Damals sind sie nur bis zur Müritz gekommen. In Röbel war Schluss.

18 harte Juli-Tage liegen jetzt vor den Radlern, die am Montag starten. Drei Ruhetage, auf dem Hinweg in Werder und Waren und auf dem ­Rückweg nach der Fahrt durchs Brandenburger Tor in Berlin, sind geplant.

Mit Fahrten nach Leipe, Maust und um den Spremberger Stausee haben sich die beiden Ruheständler nach dem Kauf des Tandems Anfang dieses Jahres vorbereitet. Beide waren sich auch schnell einig, dass sie ihre Tour einem guten Zweck widmen wollen. „Ich habe vor zwei Jahren einen schwerkranken Mann betreut und ihm geholfen, sein Bad behindertengerecht umbauen zu lassen. Dabei hatte ich viele berührende Gespräche mit dem inzwischen Verstorbenen. So habe ich auch die aufopferungsvolle Arbeit der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter der Malteser kennengelernt. Ich erlebte, wie wichtig diese Sache ist. Das soll noch bekannter werden“, sagt der Bauingenieur.

Durch die Kirche kennt er schon länger Michael Doll vom Malteser Hospizdienst in Cottbus. Er unterstützt beim Fahrdienst, fährt mehrmals im Monat behinderte Kinder zur Schule und holt sie wieder ab. Im Februar hat Töppel Doll von seinen Plänen erzählt. Der war sofort begeistert: „Wir haben etwa 120 ehrenamtliche Helfer in unserem Verantwortungsgebiet. Diese sind zwischen 28 und 75 Jahren,  arbeiten als Pfleger, Handwerker, Büroangestellte. Wir sind in Cottbus, im Spreewald, in Luckau, Lübbenau, Lübben und in Spremberg tätig. Gern wollen wir auch in Forst aktiv werden“.

Michael Doll  hat schon konkrete Vorstellungen für die Verwendung des Geldes: „Wir führen regelmäßig Schulungen für neue Hospizdiensthelfer durch. Wir brauchen Fahrzeuge, damit wir zu den  zu Betreuenden kommen. Wir wollen unsere Trauerarbeit ausbauen, die wird noch nicht gefördert.“

Die beiden Tandem-Radler
werden täglich berichten:
www.tandem.malteser-cottbus.de